Gute-Laune-Musik gibt es jetzt in neuem Format – Freitag geht es in Trier los

Musik : Gute-Laune-Musik gibt es jetzt in neuem Format – Freitag geht es in Trier los

Zwei Bigbands wetteifern mit Jazz um die Gunst des Publikums: Beim Big-Band-Battle am Freitag an der Uni spielen nicht nur Studierende aus Trier und Köln gegeneinander an. Die Leiter der konkurrierenden Ensembles Swing Units und Swing Credibles sind Vater und Sohn.

„Wir spielen wirklich Swing. Gleichmäßiger Bass, der durchläuft.“ Bernhard Nink schnipst mit den Fingern, sein Kopf wippt mit. Seit 2014 leitet Nink die Trierer Uni Big-Band. Der Big Band-Battle gegen die renommierte Kölner Uni Band ist auch für ihn Neuland. „So etwas hat es noch nie gegeben in Trier. Ich weiß von keinem Doppelkonzert.“ Der Abend am Freitag, 23. November, beginnt um 20 Uhr.

Es folgen klassische Swing-Stücke, jede Band spielt etwa zehn Titel. Im Unterschied zu anderen Musikbattles doppeln sich die Lieder nicht und werden auch nicht gesplittet. Die Kölner Band spielt ein ganzes Stück, die Trierer direkt darauf ein anderes. Etwa zwei Stunden soll das Konzert dauern. „Wir spielen kein Rock-Jazz, kein Funk-Jazz, kein Fusion“, betont Bernhard Nink nochmals. „Wir machen richtigen Jazz!“ Stücke wie „Hello Dolly“, „Basin Street“ oder „Caravan“ zählen zum Repertoire der Trierer Swing Units.


„Swing“, erklärt Bernhard Nink, „hat auch etwas mit Lockersein zu tun, mit Gut-gelaunt-Sein. Das kann man auf die Musik übertragen, aber auch auf das ganze Leben.“


Der Name der Kölner Big Band, „Swing Credibles“, entstand in Anlehnung an den Superhelden-Disneyfilm „The Incredibles“ – die Unglaublichen. Ist der Name Programm? „Es geht um Spaß, nicht darum, unbedingt zu gewinnen“, stellt Nink klar. Das Doppelkonzert soll den Austausch mit Studenten anderer Städte und neue Vernetzungen fördern. „Wir wollen die Band in Trier bekannt machen und profilieren. Trier wird häufig gar nicht als Unistadt wahrgenommen.“  Mit dem öffentlichkeitswirksamen Battle soll sich das ändern.


„Es geht auch darum, etwas dazuzulernen. Nicht nur auf den eigenen Nabel zu schauen, sondern über den Tellerrand zu blicken und zu erkennen, dass man nicht der Allerbeste ist“, sagt Nink. Ob der Big-Band-Battle eine einmalige Sache bleibt, lässt Nink offen. „Wir gucken mal, wie das beim Publikum ankommt. Der Aufwand ist enorm.“

Obgleich die Bezeichnung „Battle“, also Kampf, auf einen ehrgeizigen Wettbewerb hindeutet, sehen die Bandleiter das Event entspannt. Kein Wunder bei der engen Beziehung der beiden: Der Leiter der Kölner Big Band ist Johannes Nink, Bernhard Ninks Sohn.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. November, um 20 Uhr im Audimax der Universität statt. Der Eintritt ist frei. Das Konzert ist für alle geöffnet, nicht nur für Studenten. Am Ende entscheidet der Applaus über den Gewinner. Finanziell unterstützt wird das Doppelkonzert vom Freundeskreis der Universität.

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