Gute Laune nur bis Feierabend

Gute Laune nur bis Feierabend

TRIER. Voller Erfolg für den fünften und letzten verkaufsoffenen Sonntag 2006: Zehntausende bevölkerten die Trierer Fußgängerzone und bescherten Handel und Gastronomie einen zufrieden stellenden Umsatz. Allerdings gab es Ärger beim Verlassen der Parkhäuser.

Karin Kaltenkirchen, Chefin der City-Initiative Trier, schwante nichts Gutes, als sie gegen 13 Uhr von außerhalb nach Trier hineinfuhr: "Viel Betrieb herrschte nicht auf den Straßen. Ich habe schon befürchtet, unser Mantelsonntag würde nicht so richtig ziehen." Falsch gedacht. Denn zu diesem Zeitpunkt waren Triers Tiefgaragen und Parkhäuser schon voll belegt. Weit mehr als 3000 Stellplätze besetzt - das bekamen Handel und Gastronomie im positiven Sinne zu spüren. Die Fußgängerzone war bei Öffnung der Ladentüren proppenvoll und das Wetter so gut, dass selbst die Eisdielen einen unverhofften Ansturm erlebten. Triers finaler offener Sonntag dieses Jahres entwickelte sich trotz großer Konkurrenz im Umland zum besten des Jahres. Die meisten Geschäfte in den Top-Lagen machten in fünf Stunden mehr Umsatz als an einem guten Werktag. Karin Kaltenkirchen bewertete das - natürlich - positiv, auch, weil ein erfolgreich verlaufener Mantelsonntag gute Argumente bietet, nochmal bei Kaufleuten anzuklopfen, die noch nicht der City-Initiative angehören: "Diese Kolleginnen und Kollegen profitieren ja auch von unseren Aktivitäten. Deshalb würden wir uns freuen, wenn sie auch einen Beitrag dazu leisten." In die Werbung für den Mantelsonntag hat die City-Initiative knapp 15 000 Euro investiert. Gut angelegtes Geld. Madeleine Zender (Sohren) und Maurice Müller (Krummenau) waren eigens vom Hunsrück nach Trier gefahren, "weil es hier so gut sein soll. Das hat sich bestätigt. Wir haben kräftig eingekauft und kommen gerne wieder." Wie auch die Bitburgerin Nicole Maier, die sich mit ihren Töchtern Lisa und Anna ins Getümmel stürzte: "Wir wollten uns einen schönen Tag in Trier machen. Ich habe den Kindern nicht zu viel versprochen." Bei vielen mit Autos angereisten Besuchern überdauerte die gute Laune nicht das Ende des Nachmittags. War hineinkommen nach Trier noch kinderleicht gewesen, so mutierte das Verlassen zur nervigen Geduldsprobe. Wegen der baustellenbedingten Fahrbahnverengung im Bereich Hindenburg-/Kaiserstraße floss der Verkehr nicht ab. Der Rückstau erstreckte sich bis auf das oberste Deck des City-Parkhauses (950 Stellplätze). "Ab 17.30 Uhr haben wir die Automaten auf Stau gestellt und die 15-Minuten-Karenzzeit zum Verlassen der betroffenen Parkhäuser aufgehoben", erklärte Martin Lorscheider von der Parken in Trier GmbH (PIT) auf TV-Anfrage. Auch auf der Moselufer-Strecke war Vorankommen zeitweilig Glückssache. Nach 18.30 Uhr normalisierte sich die Lage wieder. Die Schutzpolizei musste nicht verkehrsregelnd eingreifen. Die nächsten Großkampftage für Triers Einzelhandel sind die vier Adventssamstage, dann eventuell mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Weitere Bilder SEITE 28

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