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Gute Nachricht: Bald gibt's beim Jänschke in Trier wieder Torten

Gute Nachricht: Bald gibt's beim Jänschke in Trier wieder Torten

Als der Volksfreund über das drohende Aus für das Traditionscafe Jänschke in der Trierer City berichtete, haben das viele Leser sehr bedauert. Nun gibt es gute Nachrichten. Am alten Standort wird es weitergehen.

Unter dem Titel "Aus für Trierer Traditionsbetrieb" berichtete der TV im März über das bevorstehende Ende von Café Jänschke an der Jakobstraße. 116 Jahre nach Gründung des Betriebs durch den schlesischen Bäckermeister Anton Jänschke hatten die letzten beiden Erben das denkmalgeschützte Haus in Sichtweite des Trierer Hauptmarkts verkauft und den Konditoreibetrieb aufgegeben. Als Gründe genannt wurden Alter und andere beruflicher Orientierung. Die Ankündigung sorgte bei vielen Trierern für großes Bedauern. "Schade ist es schon, aber die Dinge ändern sich halt. Mein Wunsch wäre es schon, wennan dem Standort ein Café erhalten bliebe", sagte auch der damalige Mitinhaber Stefan Jänschke dem TV. Der Wunsch des Konditormeisters und Berufsschullehrers hat sich erfüllt: Ab Mitte September lädt im Haus Jakobstraße 2-3 wieder eine Konditorei mit Café zum Verweilen ein - und dies weiterhin unter dem Namen Jänschke. Die kaufmännische Führung übernimmt Beatrix Becker (48), Betriebsführer nach der Handwerksordnung wird Konditormeister Alexander Zipfel (51).

Erfahrener Konditormeister

"Bea wird sich um das Café und die kaufmännische Organisation kümmern. Bevor sie sich überwiegend der Familie und der Kindererziehung widmete, führte sie für eine namhafte Lebensmittelkette eine größere Filiale in Trier", erklärt ihr Mann Peter Becker. Für die "technische Leitung" und die Produktion von Torten, Teilchen, Schokospezialitäten und Feingebäck ist ab September Alexander Zipfel zuständig. Der Konditormeister und ausgebildete Koch hat in deutschen Spitzenhäusern gearbeitet - etwa im bekannten Café König in Baden-Baden oder beim Münchener Sternekoch Witzigmann.

Selbstständig führte er über Jahre ein bekanntes Café in Bad Waldsee. Wie es ab September an der Jakobstraße weitergehen soll, das beschreiben die neuen Jänschke-Inhaber als "neues Konzept in alter Tradition". Dazu gehören etwa die bestehende Einrichtung mit dem Flair der 60er-Jahre, die denkmalgeschützte Hausfassade und die original 50er-Jahre Neonreklame, wie sie in der Trierer City inzwischen einzigartig ist. Beatrix Becker: "Wir werden das Interieur erhalten und nur aufwerten. Was wir nicht wollen ist ein ultramoderner Umbau des Cafés."

Neue Wege wollen Becker und Zipfel aber bei der Angebotspalette gehen, die sie deutlich erweitern wollen. Dazu zählen etwa eine Ausweitung des Außer-Haus-Verkaufs von Torten für alle Anlässe, zu dem im zweiten Schritt ein Internet-Verkauf geplant ist. Hinzu kommen im Winter Themenabende wie Schoko-Verkostung, Teezeit oder Whiskey-Tasting sowie Aktionen wie "Kinder backen mit Konditor Alex" bei "Trier spielt".

Den Eröffnungstermin wollen die neuen Inhaber nicht auf ein genaues Datum festlegen. Es gebe noch zu viele Unbekannte - etwa die aufwendige Komplettsanierung der Toiletten. Auch über dem gekachelten und deutlich in die Jahre gekommenen Fußboden stehen noch Fragezeichen. Auf jeden Fall soll das neue "Jänschke" mit rund 50 Innenplätzen und 25 Terrassenplätzen noch im September öffnen.