Gute trierische Lösung

Ein Mieter, der bald auszieht (Mutterhaus), ein Vermieter, der keine Verwendung mehr für die Immobilie hat und aus seinem Erbpacht-Vertrag aussteigen will (ctt), und ein Besitzer, der sich schon längst aus Trier verabschiedet hat (der Orden der Franziskaner vom Nonnenwerth in Remagen) - das hätte eine ganz tückische Konstellation werden können.

Doch in der Frage der Zukunft des Herz-Jesu-Geländes haben die vielen Köche den Brei nicht verdorben. Im Gegenteil. Das Ergebnis ist eine unter tatkräftigem Mitwirken der Stadt erzielte gute trierische Lösung, mit der alle Beteiligten und die Nachbarschaft prima leben können. Mit dem Krankenhaus-Kernbau bleibt ein signifikantes Stück Friedrich-Wilhelm-Straße erhalten, es entsteht kein Yuppie-oder reines Besserverdiener-Viertel - all das was die gbt als Investor plant, ist weitaus besser, als man vorher annehmen durfte. Die Franziskanerinnen und die ctt haben nicht auf das wirtschaftlich beste Verkaufsergebnis gepocht, sondern eine städtebaulich gute Lösung zugelassen. Damit sind sie dennoch Gewinner: moralische Sieger. r.morgen@volksfreund.de