Guten Morgen liebe Sorgen…

Da waren sie wieder, meine drei Probleme: zu wenig Zeit, zu viel zu tun und die Sache mit der Technik, die nicht immer will, wie ich es will. Wenn diese ungünstige Kon stellation schon am frühen Morgen auftritt, wird es meist kein guter Morgen.

Noch schnell ein Stopp bei der Tankstelle, dann schnell weiter - jedenfalls hatte ich das so vor - doch schon war's passiert: Ich hatte noch gedacht, du musst auf den Leitpfosten aufpassen. Der Leitpfosten war dann auch nicht das Problem, sondern der Wassergraben davor. Rumms machte es, da hing ich mit einem Hinterrad auch schon im Graben. Hektisch wollte ich schnell vorsetzen (das hätte ich besser gelassen), da hing ich auch mit dem zweiten Rad im Graben, das Auto kippte zur Seite, ich musste zur Beifahrertür rausklettern, und da stand ich dann. Festgefahren. Der KFZ-Meister von der Werkstatt bei der Tankstelle war gleich zu Stelle: "Das bekommen wir schon wieder hin." Bekam er auch. Da der Wagen sich rückwärts nicht mehr bewegte, musste er vorwärts raus. Heißt: Der Leitpfosten, auf den ich extra aufgepasst hatte, musste nun auch noch dran glauben… Während ich mich noch ärgerte, weil das mal wieder alle "Frau am Steuer"-Sprüche bestätigte, wirkte die Frau des Meisters beruhigend auf mich ein: "Seien Sie froh, es wurde ja niemand verletzt." Recht hatte sie. Ich freute mich, dass so nette und hilfsbereite Leute da waren, meldete den Leitpfosten-Schaden bei der Straßenmeisterei und hatte am Ende sogar Zeit für den Kaffee, den ich mir zuhause gespart hatte. Ein guter Morgen also, wenn auch völlig anders als geplant. Deshalb einen schönen Gruß an die Werkstatt bei der Tankstelle Windmühle und an alle Eiligen: Nehmen Sie sich die Zeit für einen guten Morgen, sonst bekommen Sie die Zeit gemacht. vk/jöl