Guten Morgen

Für denjenigen, der Kinder im schulpflichtigen Alter hat, gehen die schönsten Wochen im Jahr bereits zu Ende. Kommenden Montag beginnt wieder die Schule und damit für viele gleich wieder der Traum vom nächsten Urlaub.

Ich war mit meiner Familie gleich zu Anfang der Ferien im Allgäu. Zum wiederholten Mal und immer wieder gerne. Ein schönes Fleckchen Erde, auch wenn, wie in diesem Jahr, das Wetter nur teilweise mitspielte. Aber lieber ab und an Regen und etwas kühlere Temperaturen als 45 Grad im Schatten wie südlich der Alpen. Aber warum überhaupt so weit reisen? Nach der Rückkehr bin ich, bei zugegeben herrlichem Wetter, an den verbleibenden Urlaubstagen auch an der Mosel unterwegs gewesen. Mal nach Piesport, ein anderes Mal nach Kröv. Und so stark wie kaum jemals zuvor, haben mich die Farbenspiele begeistert: die Weinberge grün, aber durch den Sonneneinfall und je nach Tageszeit hell- und mal dunkelgrün, dazwischen die Mosel, die sich auch in verschiedenen Farben zeigt, und über all dem ein blauer Himmel: ein Gesamtkunstwerk, das sich stündlich verändert. In solchen Momenten, leider viel zu selten, wird mir bewusst, in welch grandioser Landschaft wir leben. Zwei Wochen Urlaub in den Bergen oder am Meer dürfen es schon sein im Jahr. Doch die übrigen 50 Wochen lässt es sich trefflich dort leben, wo Heerscharen anderer Menschen Urlaub machen. Man muss sich die Schönheit der Region ab und an bewusst machen: auch und gerade im Alltag.