guten_morgen_sw_3011

Ertappt fühlte ich mich bei der Guten Morgen-Kolumne der Kollegin vor wenigen Tagen. Auch ich bin ziemlich gut im Sammeln und Horten. Mindestens so lästig wie das Laster des Anhäufens, bei dem die Sachen ja meist irgendwo in Kartons auf Nimmerwiedersehen in Kellern oder auf Speichern verschwinden, ist allerdings die Unart des Umhäufens.Statt die Dinge des Alltags gleich an den ihnen zugedachten Platz zu räumen, werden sie bei mir häufig erst einmal vorübergehend irgendwo geparkt.

Auf die durchaus berechtigte Frage "Kannst Du Deinen Kram da eigentlich mal wegräumen?", lautet meine Standard-Antwort: "Das liegt ja nur kurz da." "Kurz" liegt, hängt oder steht im Laufe eines Jahres schließlich so einiges an nicht originären Orten herum. So stolpert der Besucher bei uns unfreiwillig gleich nach der Haustür in einen begehbaren Schuhschrank, weil ich nun mal im Flur Frühjahr, wie Sommer, wie Herbst und Winter meine Schuhe ausziehe und sie erst später noch in den dafür vorgesehenen Schrank räumen werde. Diverse Häufchen aus Post, Zeitungsartikeln, Fotos und anderem wehrlosen Papier stapeln sich gleichmäßig verteilt an unterschiedlichen Stellen. Werden von hier nach da geschoben, neu gemischt und gelegentlich auch angereichert. Dass dieser - sagen wir mal - nicht voll entwickelte Hang zur Ordnung durchaus Vorteile hat, fiel mir dieser Tage gerade wieder auf. Auf der Suche nach einer bestimmten Weihnachts-Deko musste ich eben nicht erst in den Keller runter und in einem der vielen Kartons suchen. Ich fand sie gleich neben dem Eingang: auf der Kommodo, wo ich sie wohl im vergangenen Jahr nach Weihnachten kurz abgelegt hatte...