Gutes Abgangszeugnis für die Rektorin

Schule : Gutes Abgangszeugnis für die Rektorin

Die Nelson Mandela Realschule Plus verabschiedet Luise Laurent. Neben vielen Lobeshymnen und Musikbeiträgen wird die Schulleiterin auch einem Rollentausch unterzogen.

32 Jahre an derselben Schule: Auf diese Leistung kann Luise Laurent zurückblicken. Die Schulleiterin der Nelson Mandela Realschule Plus ist nun in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Festakt war geprägt von musikalischen Beiträgen und jeder Menge Zitaten des Namensgebers der Schule.

Den Anfang machte eine von Schülern der sechsten Klasse eingeübte Tommelaufführung sowie der „NMR-Song“, den die Schulband und die Musik-AG präsentierten. Die erste Zeile des Refrains „NMR – hier macht jeder mit“ hätte man ebenso gut als Motto für die gesamte Veranstaltung benennen können. Egal ob Schüler, Lehrerkollegen, Elternbeiräte, Schuldezernent oder Vertreter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion – alle wollten der Schulleiterin Lebewohl sagen.

Den Anfang machte Rudolf Funken von der ADD mit dem offiziellen Teil. Er zitierte aus Laurents erster dienstlicher Beurteilung aus dem Jahr 1987. Schon hier wurden Laurents „überdurchschnittlicher Einsatz und ihre Identifikation mit den Problemen Jugendlicher“ hervorgehoben.

Der große Erfolg der Nelson Mandela Realschule sei auch zum großen Teil Laurents Verdienst, so der Regierungsschuldirektor.

Auch Schuldezernent Andreas Ludwig war voll des Lobes. Er bezeichnete Laurent als „große Persönlichkeit, die die Schule geprägt“ habe. Er war dann auch der Erste, der Nelson Mandela zitierte: „Es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist“ – dieses Motto sei in Laurents Schulleben immer wieder anwendbar gewesen.

Nach einer weiteren Musikdarbietung und der Ansprache von Rosemarie Bölinger von der Schulleitervereinigung kamen auch die Eltern zu Wort. Schulelternsprecher Jens Kügl bekräftigte, dass Laurent bis zum Ende „nie einen Gang runtergeschaltet“ habe.

Einer weiteren musikalischen Aufführung folgten dann die Danksagungen der Schüler: Schülersprecherin Janina Flesch bedankte sich dafür, dass die Rektorin immer ein offenes Ohr gehabt habe. Die Schülerschaft stellte Laurent ein Abgangszeugnis aus, die Noten waren vorzüglich. Bis auf die Aussprache, diese sei nicht bewertbar gewesen, was mit der saarländischen Herkunft Laurents zusammenhänge.

Nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Schulleiterin war dies ein besonderer Moment, sind die Rollen bei Zeugnisvergaben doch eigentlich anders verteilt. Der örtliche Personalrat bekräftigte, man habe zusammen mit Laurent die „Inklusion gerockt“.

Nachdem auch Konrektorin Laura Wendel einige Worte an die Schulleiterin gerichtet und ihr eine Stelle als „Senior-Beraterin“ angeboten hatte, war dann die Verabschiedete selbst an der Reihe. Sie bedankte sich bei allen Weggefährten und ließ die vergangenen Jahre kurz Revue passieren. Auch sie zitierte Nelson Mandela: „Wenn du einen hohen Berg bestiegen hast, wirst du feststellen, dass es noch viele Berge zu besteigen gibt“. Sie sprach der Schule und ihren Nachfolgern Mut zu, dass man diese Berge „als Chancen begreifen“ müsse.

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