Gutes tun an der Römischen Weinstraße

Gutes tun an der Römischen Weinstraße

Die Gründung wurde im April im Stillen vollzogen, am kommenden Sonntag wird der Rotary Club "Schweich Römische Weinstraße" feierlich ins Leben gerufen. Der Vereinigung gehören etwa 30 Frauen und Männer an. Sie kommen überwiegend aus der Region Schweich und aus Trier.

Schweich/Trier. In Trier gibt es zwei Rotary Clubs, auch in Saarburg, Hermeskeil und Wittlich ist die Vereinigung aktiv, die es sich zum Ziel gesetzt hat, in der Gesellschaft Gutes zu tun (siehe Extra). Am kommenden Sonntag findet im Nells Park Hotel in Trier die Gründungsfeier des Schweicher Clubs statt. Er nennt sich Rotary Club Schweich Römische Weinstraße. Im Gegensatz zu vielen anderen Clubs, die reine Herrenrunden sind, nimmt die Schweicher Vereinigung auch Frauen auf. Einige Frauen seien sogar die Antriebsfeder für die Gründung gewesen, sagt Clubpräsident Prof. Dr. Christian B. Kölbel. Er ist Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin I des Brüderkrankenhauses Trier und war im April zum Präsidenten gewählt worden. Die Amtszeit beträgt ein Jahr.
Eigentlicher Auslöser für die Neugründung in Schweich sei ein Kölner gewesen, der bei den Rotariern in Trier nicht aufgenommen worden sei, berichtet Kölbel. Daraufhin habe sich der Mann mit Bekannten aus der Region Trier in Verbindung gesetzt und so sei die Idee entstanden, an der Römischen Weinstraße einen eigenen Club ins Leben zu rufen. Dass Interessenten abgelehnt werden - es gibt keinen Aufnahmeantrag wie bei Vereinen, sondern sie werden von Mitgliedern vorgeschlagen - sei durchaus üblich, sagt der Präsident. Manche Clubs hätten Obergrenzen festgelegt, damit die Mitglieder den Überblick behielten und sich untereinander noch alle kennen.
Die Schweicher Rotarier, bisher rund 30 an der Zahl, darunter etwa ein Dutzend Frauen, nehmen nach Auskunft von Kölbel noch gerne Mitglieder auf. Schon jetzt seien viele Berufsgruppen vertreten. "Wir fühlen uns sowohl mit der Moselregion als auch mit der Stadt Trier verbunden", sagt Kölbel. "Schweich hat eine enorme Entwicklung genommen, hier wird viel bewegt." Als Ziele des Clubs formuliert der Präsident unter anderem: Unterstützung sozialer Projekte, Förderung der Jugendarbeit (beispielsweise Anschaffung von Instrumenten für die musikalische Erziehung an Schulen), Förderung von Schüleraustauschen. Auch die Geselligkeit soll beim Club nicht zu kurz kommen.
Als Arzt ist der Präsident besonders stolz auf medizinische Errungenschaften, zu denen die internationale Rotarier-Familie beigetragen hat. Ohne Rotary Clubs wäre die Polio-Bekämpfung weltweit nicht so erfolgreich verlaufen, sagt Kölbel. alf
Extra

1905 gründete Paul Percy Harris in Chicago den ersten Rotary Club. Heute gibt es sie in 166 Staaten. In Deutschland existieren etwa 1000 Clubs mit 53 000 Mitgliedern. Leitprinzip des Rotariers ist der Dienst an der Gesellschaft. Diesem Ideal fühlt er sich privat und beruflich verpflichtet. alf