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Hallen-Check läuft noch bis nächste Woche: Verwaltung informiert am Mittwoch über Zustand der Sportstätten

Hallen-Check läuft noch bis nächste Woche: Verwaltung informiert am Mittwoch über Zustand der Sportstätten

Die hölzernen Zwischendecken von 30 Trierer Sporthallen werden derzeit untersucht. Die Hallen in Trier-West und Feyen mussten wegen Gefahr in Verzug sofort geschlossen werden (der TV berichtete). Wie es um die anderen Sportstätten bestellt ist, will die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilen.

Trier. Die Hiobsbotschaft traf Mitte Januar Hunderte Trierer Sportler und mehrere Schulklassen hart: Von heute auf morgen mussten die Sporthallen in Feyen und Trier-West geschlossen werden. In beiden Hallen sind die aus Holzlatten konstruierten Zwischendecken so marode, dass Einsturzgefahr besteht (der TV berichtete).
Untersucht worden waren die Hallen, nachdem im September 2014 bei einer Routinekontrolle Schäden an der ähnlich gebauten Zwischendecke in der Mäusheckerhalle entdeckt worden waren, die seitdem geschlossen ist.
Die Untersuchung von insgesamt 30 Sporthallen hatte die Stadtverwaltung daraufhin bei einem Ingenieurbüro in Auftrag gegeben. Mitte nächster Woche sollen diese bautechnischen Analysen abgeschlossen sein. Am Aschermittwoch will die Stadtverwaltung dann die Presse über die entdeckten Schäden und den Zustand der Hallen informieren.1,8 Millionen Euro für Zelthalle


Dass kurzfristig weitere Hallen wegen Gefahr im Verzug dichtgemacht werden müssen, scheint eher unwahrscheinlich. Ebenfalls informieren will das Rathaus nächste Woche über den Sachstand beim geplanten Kauf einer Zeltdachhalle, die während der Sanierungsarbeiten an anderen Hallen Ersatz bieten soll.
1,8 Millionen Euro hat die Stadt für den Kauf eines solchen Drei-Felder-Sportzelts bereits kalkuliert. Errichtet werden soll die Halle am Mäusheckerweg in Trier-Ehrang.
Allerdings sind nicht nur in den Trierer Sporthallen fragwürdige Holzlatten-Zwischendecken zu finden, die über die Jahrzehnte ihre Stabilität verloren haben. Auch im Trierer Theater ist in den 1960ern eine Zwischendecke per Lattenkonstruktion eingezogen worden. 2009 wurde diese Decke zwar mit Winkeln zusätzlich verstärkt. "Allerdings nicht aus sicherheitstechnischen Gründen, sondern um eine zusätzliche Lastaufbringung vorzubereiten", erläutert Rathauspressesprecher Ralf Frühauf auf TV-Nachfrage.
Im vergangenen November ist daher ein Ingenieurbüro für Tragwerksplanung beauftragt worden, die Zwischendecke des Theaters zu überprüfen.
"Auf das Ergebnis dieser Untersuchung warten wir noch", sagt Frühauf.
Das Fazit der Analyse stehe zwar noch aus, aber Gefahr im Verzug bestehe - wie bei den Hallen in Feyen und Trier-West - offensichtlich nicht, da sonst das Theater unmittelbar nach der Untersuchung ebenfalls hätte geschlossen werden müssen.
Ob und in welchem Umfang die Holzzwischendecke im Theater saniert werden muss oder ob die ohnehin für die nächsten Jahre ins Auge gefasste Komplettsanierung des Theaters abgewartet werden kann, steht allerdings noch nicht fest.