Haschpfeife führt Ermittler zu Angeklagtem

Haschpfeife führt Ermittler zu Angeklagtem

Genmaterial (DNS) am Mundstück einer Pfeife zum Rauchen von Haschisch hat zur Festnahme des wegen Mordes angeklagten Konzers geführt. Wichtigste Spur in dem Mordfall war ein Rucksack, den ein Passant einen Tag nach der Tat aus der Mosel gefischt hat.

Neben entwerteten Sparbüchern des Opfers, Kleidung des Beschuldigten und Einbruchswerkzeug fanden die Ermittler Faserspuren von den Kleidern der getöteten Rentnerin in der Tasche. Zudem entdeckte ein Labor des Landeskriminalamts an einer Haschisch-Pfeife aus dem Rucksack DNS des Beschuldigten. Diese führte die Ermittler zu dem Angeklagten, denn er war wegen seiner Vorstrafen wegen Einbruchs schon in einer DNS-Datenbank der Polizei erfasst. Der 41-jährige Konzer muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht Trier verantworten. Nachdem er zuvor gestanden hatte, die 63-jährige Ex-Schwiegermutter seiner Frau bei einem Einbruch erwürgt zu haben, haben gestern mehrere Polizisten und weitere Zeugen ausgesagt. Das Gericht entschied auch, dass die wegen gemeinschaftlichen Einbruchsdiebstahls mitangeklagte Ehefrau weiter in Haft bleibt. Den von Verteidiger Otmar Schaffarczyk gestellten Antrag zur Haftbefreiung lehnte die Kammer mit der Vorsitzenden Richterin Petra Schmitz ab, weil weiter Fluchtgefahr bestehe. cmk

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