Hauptsache laut

Mit zwölf internationalen Hardcore-Bands und einem umfangreichen kulturellen Rahmenprogramm fand am Wochenende im Trierer Exhaus das Summerblast Festival statt.

Trier. Wenn Ajay Jones, der Frontmann der britischen Hardcore-Band Brutality Will Prevail, in sein Mikrofon brüllt, dann kocht die Stimmung vor der Bühne: Etwa 500 Anhänger der Hardcoremusik waren am Wochenende ins Trierer Exhaus gekommen, um im Rahmen des Summerblast Festivals die Auftritte von zwölf Bands zu verfolgen.
Neben den britischen Rockern von Brutality Will Prevail waren amerikanische Bands wie beispielsweise The Ghost Inside, First Blood und Outrage am Start. Weitere Formationen kamen aus den Niederlanden, Schweden und Australien.
Nachdem das Festival im vergangenen Jahr auf zwei Bühnen gleichzeitig stattfand, entschieden sich die Veranstalter in diesem Jahr dazu, eine kleinere Ausgabe zu organisieren, die sich ausschließlich auf die Kellerbühne im großen Exil konzentrierte. "So bieten wir den Zuschauern mal etwas Abwechslung", sagte Oliver Pudchul, einer der Veranstalter.
Zusätzlich zu den Konzerten gab es auch ein kulturelles Rahmenprogramm, das im Zusammenhang mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz steht. Es wurde von den Konzertveranstaltern und dem Kulturbüro der Stadt Trier gemeinsam konzipiert.
Im Rahmenprogramm boten Studenten der Fachhochschule Mainz einen Film-Workshop für Hobbyfilmer an. Die Studenten haben in der Vergangenheit bereits Videodokumentationen über das Summerblast Festival produziert.
Darüber hinaus wurde im Balkensaal des Exhauses der Film Edge The Movie gezeigt, der von zwei ehemaligen Soziologiestudenten produziert wurde und den Lebensstil "Straight Edge" porträtiert.
Mitglieder der Straight-Edge-Szene verzichten auf den Konsum von Drogen, Alkohol und Tabak; die Bewegung entwickelte sich in den Vereinigten Staaten in den 80er Jahren aus der damaligen Punkrock-Szene. Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen die beiden Filmemacher Marc Pierschel und Michael Kirchner im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Straight-Edge-Subkultur.