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Hauptschule St. Maximin hält Auszeichnungsrekord

Hauptschule St. Maximin hält Auszeichnungsrekord

Das Hilfsprojekt der Trierer Hauptschule St. Maximin zugunsten der Philippinen ist zum dritten Mal von den Vereinten Nationen ausgezeichnet worden - so oft wie kein Projekt in Deutschland zuvor.

Trier. (jasa) Die private Hauptschule St. Maximin Trier hält einen Rekord: Als einzige Schule in Deutschland ist sie nun bereits zum dritten Mal von den Vereinten Nationen ausgezeichnet worden. Grund: das Hilfsprojekt "Angalan". Seit zehn Jahren engagiert sich die Schule für die Philippinen. Von 600 Projekten bundesweit erhielten in diesem Jahr nur 41 diese Auszeichnung. Die 14-jährige Gina Schmitz hilft seit vier Jahren. "Mir gefällt es, dass wir schnell Ergebnisse sehen und mit wenig Geld viel machen können", erzählt sie. Auch ihre Mitschülerin Sophie Seer ist begeistert: "Es macht viel Spaß, mit unseren Aktionen da etwas beizutragen."

Projektleiter Michael Wengenroth ist stolz auf das Erreichte: "Ich freue mich, dass die UN-Kommission einen Blick dafür hat, was Kinder auch im Kleinen erreichen können." Der stellvertretende Schulleiter hat einen persönlichen Bezug zu den Philippinen: Er hat dort geheiratet und seither durch seine Familie eine enge Bindung zu den pazifischen Inseln.

Begonnen hat das Projekt "Angalan" mit dem Aufbau einer Urwaldschule, zu deren Ausrüstung heute sogar Computer gehören. Später entstanden Familienhilfsprojekte, die Kindern den Schulbesuch ermöglichen.

Dazu gehören Kredite, die den Menschen beim Aufbau einer eigenen Existenz helfen und die Umsiedlung von Familien aus den Elendsvierteln heraus ermöglichen. Derzeit ist der Kampf gegen Kinderarbeit ein wichtiges Thema: Auf den Philippinen müssen schon Fünfjährige hart arbeiten. Die Trierer Schüler sammeln Geld, indem sie kleine Arbeiten für Verwandte und Freunde erledigen. Auch nach dem Schulabschluss wollen die deutschen Schüler ihre Patenkinder weiter unterstützen und ihnen eine Berufsausbildung ermöglichen. "Ich finde es toll, dass wir den Menschen zu einer Zukunft verhelfen, die es so sonst nie gegeben hätte", sagt der 15-jährige Yannik Marquordt.

Für das kommende Jahr sind neue Programme in Planung: Es soll eine weitere Urwaldschule geben, um mit Grundschule und Highschool alle Stufen abzudecken.