Hegegemeinschaft plant Wildzählung

Hegegemeinschaft plant Wildzählung

Bei ihrem Jahrestreffen in Rodt haben die Mitglieder der Rotwild-Hegegemeinschaft Meulenwald das alte Jagdjahr besprochen und das neue geplant. Die Vorberei-tungen zu einer großen Wildzählung haben begonnen.

Zemmer-Rodt. Die Rotwild-Hegegemeinschaft Meulenwald, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit 24 Jagdbezirken, ist gut aufgestellt. Diese Einschätzung äußerte der Vorsitzende Gundolf Bartmann auf der Jahresversammlung im Gasthaus Wolter in Rodt vor Jägern, Pächtern und Grundeigentümern. Dem Ziel einer flächendeckenden Population komme man bei insgesamt moderatem Wildbestand sehr nahe, sagte er. Die Bemühungen, die Abschusspläne zu erfüllen, seien erkennbar, und es gebe keine Klagen vonseiten der Landwirtschaft. Bartmann:
"Wir haben keine dramatischen Wildschäden, das sieht in Saar und Hunsrück etwas anders aus." Als größte Gefahr bezeichnete der Forstdirektor nicht gemeldete Abschüsse und "verschwundene Hirsche". Bartmann warb bei den Mitgliedern dafür, Verstöße zu melden - andernfalls verspiele man das Vertrauen in die Abschussziele. Er berichtete, dass eine Hegemeinschaft in der Eifel bereits 1000 Euro auf die Hand zahle für Hinweise auf "Kofferraumtiere". "Dieses Denunziantentum wollen wir nicht", sagte der Chef des Forstamts Trier.
Um das Rotwild, die größte Wildart in deutschen Wäldern, zu zählen, habe sich die Scheinwer-ferzählung bewährt, teilte Geschäftsführer Hagen Flora mit. Er kündigte an, dass bereits im Sommer Teams zusammengestellt und geschult werden sollen, damit im März oder April nächsten Jahres mittels Fahrzeugen gezählt werden kann. Ein Team könne rund 2000 Hektar Wald in einer Nacht durchkämmen.
Der stärkste Hirsch wurde im vergangenen Jahr im Jagdbezirk Heidweiler erlegt. Die Formalien, wie Haushaltsplan, Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes, gingen einstimmig über die Bühne. alf

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