Heimar : Der Loricher Nikla und der heilige Jakob

Newel-Lorich Den Newel Ortsteil muss man nicht unbedingt kennen. Die paar Häuser unweit der Stadtgrenze zu Trier liegen abseits der großen Straßen. Wer nach Lorich fährt, der will dort unbedingt hin. Gleichwohl hat der Ort viel zu bieten. Unter anderem ein bekanntes Original – den Loricher Nikla –, viel Gemüse, eine bekannte Viezwirtschaft und viele andere spannende Geschichten. Die haben Hermann Ameling und Petra Schuster im Buch „Lorich – Wo der Jakobsweg auf den Viez trifft“ zusammegetragen (siehe Info).

Den Neweler Ortsteil Lorich muss man nicht unbedingt kennen. Die paar Häuser nahe der Stadtgrenze zu Trier liegen abseits großer Straßen. Wer nach Lorich fährt, will dort unbedingt hin. Gleichwohl hat der Ort viel zu bieten. Unter anderem ein bekanntes Original – den Loricher Nikla –, viel Gemüse, eine Viezwirtschaft und viele andere spannende Geschichten. Die haben Hermann Ameling und Petra Schuster im Buch „Lorich: Wo der Jakobsweg auf den Viez trifft“ zusammengetragen (siehe Info).

Doch warum macht man ein Buch über ein Dorf, in dem rund 50 Menschen leben? Die Antwort Amelings ist eindeutig: „Es gibt noch einige ältere Mitbürger, deren Wissen sonst verloren ginge.“ Und so haben sich der aus Trier-Kürenz stammende Mann und die ebenfalls ursprünglich nicht aus dem Dorf stammende Schuster an die Arbeit gemacht. Rund anderthalb Jahre haben sie alte Fotos gesammelt und vor allem zugehört. Und irgendwann haben sie den sprichwörtlichen Deckel drauf gemacht. „Denn immer kam noch einer und hatte ein paar alte Bilder“, sagt der Autor; der auch noch andere Bücher geschrieben hat.

Im 95 Seiten umfassenden Buch gibt es jedoch nicht nur alte Fotos zu sehen. Viele aktuelle Dorfansichten wechseln sich ab mit Geschichten von Land und Leuten. Vom Jakobsweg, der durch das Dorf führt, von klugen Lorichern und den angeblich nicht so klugen Kindern aus Butzweiler, vom Viez und von der Kriegszeit.

Und auch vom Loricher Nikla, der mit seinem Bruder Bernhard 1926 eine Gastwirtschaft eröffnete, die es heute noch gibt und die für ihren Viez bekannt ist. Nikla, der unter dem Namen Nikolaus Lenerz getauft worden ist, war ein Original. Er war Gastwirt und nach Auskunft Amelings auch Schmuggler, Pferde- sowie Kuhhändler sowie Schwarzmetzger.

 Offiziell hieß er Nikolaus Lenerz. Über die Grenzen seines Heimatdorfs war der Gastwirt jedoch als Loricher Nikla bekannt.
Offiziell hieß er Nikolaus Lenerz. Über die Grenzen seines Heimatdorfs war der Gastwirt jedoch als Loricher Nikla bekannt. Foto: Achiv Hermann Ameling

Ursprünglich sind nur 50 Exemplare des Lorich-Buchs gedruckt worden. „Doch es hat weitere Interessenten gegeben“, sagt Ameling. Deshalb sind es inzwischen 150 Stück. „Ein paar sind noch übrig“, sagt der Loricher. Was wohl der Loricher Nikla angestellt hätte, um die möglichst rasch unters Volk zu bringen? Ein, zwei Viez als Verkaufsargument wären sicher drin gewesen.