1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Heimbewohner schnuppern Weihnachts-Atmosphäre

Heimbewohner schnuppern Weihnachts-Atmosphäre

Glühwein, Waffeln und besinnliche Weihnachtslieder: Bereits zum dritten Mal haben die Vereinigten Hospitien auf ihrem Gelände einen Weihnachtsmarkt veranstaltet. Wie seine Vorgänger wurde der Markt auch diesmal von den Heimbewohnern und ihren Betreuern gestaltet.

Trier. (cweb) Festlich geschmückt in weihnachtlichem Rot erstrahlte am Mittwoch der Kastanienhof neben dem Stift St. Irminen. Weihnachtslieder klangen über den mit Kerzen und Tannenbäumen dekorierten Platz, überall duftete es nach Glühwein und frisch gebackenen Waffeln. Für einen Tag und bereits zum dritten Mal in Folge hatten die Vereinigten Hospitien für ihre Bewohner, deren Angehörige und Mitarbeiter ihrer Sozialeinrichtungen den Kastanienhof in einen Weihnachtsmarkt verwandelt.

Sehr persönliches Erlebnis ohne Hektik



An zehn Ständen gab es alles, was zu einem traditionellen Weihnachtsmarkt dazu gehört: Neben kostenlosem Glühwein, Plätzchen und Reibekuchen boten die Heimbewohner auch selbst gestrickte Schals und Pullover an. Die Mitarbeiterinnen des Alten- und Pflegeheims Helenenhaus verkauften Weihnachtskarten und Tannengestecke, die die Bewohner selbst gebastelt hatten. "Viele haben sich riesig auf den Weihnachtsmarkt gefreut", erzählte Betreuerin Anita Klein. Anders als auf dem Hauptmarkt könnten "die Bewohner auf unserem Markt alles ohne Hektik anschauen", fand Michaela Backes. "Und die Rollstuhlfahrer haben hier viel mehr Platz."

Im Weihnachtshaus der Fachhochschule für Altenpflege lauschten die Bewohner, dick eingepackt in warme Decken, Geschichten zur Adventszeit, die ihnen die Pflegeschüler vorlasen. Auch die Weihnachtslieder des Musikorchesters Da Capo aus Ehrang kamen bei den älteren Besuchern gut an. "Ich könnte den ganzen Tag lang mitsingen", freute sich Cäcilia Lorscheider, eine Bewohnerin des Irminen-Stifts.

Für Helma Vogel-Fischer war der diesjährige Weihnachtsmarkt ein ganz besonderes Erlebnis. Sie durfte zur Eröffnung ein von ihr selbst verfasstes Gedicht vortragen. "Darauf bin ich sehr stolz", berichtete die 95-Jährige, die gerade eine mehrwöchige Krankheit überstanden hatte.

"Es war mein größter Wunsch, heute hier dabei zu sein." Für die Leiterin des Jakobusstifts, Marie-Luise Ludgen-Schäfer, ist besonders wichtig, dass der Markt von den Bewohnern und Mitarbeitern selbst gestaltet wurde. "Das stärkt das Wir-Gefühl", sagte sie.

"Die Bewohner erleben alles viel persönlicher, weil sie selbst daran beteiligt waren." Der Verkaufserlös der Stände soll für gemeinsame Aktivitäten mit den Bewohnern eingesetzt werden.