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Heiß-kaltes Frischluft-Vergnügen

Heiß-kaltes Frischluft-Vergnügen

Schwitzen unter freiem Himmel: Bald beginnen die Bauarbeiten für den Saunagarten am Stadtbad. Das Entspannungs-Angebot soll die Auslastung der Saunen erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Trier. Die ersten Bagger sind schon da. Weiter sieht man aber noch nichts auf dem Parkplatz am Stadtbad in Trier. Das wird sich bald ändern. Voraussichtlich im Oktober sollen dort Freunde heiß-kalten Freiluft-Vergnügens auf ihre Kosten kommen. Rollrasen statt Betonboden, Liegeplätze statt Parkplatz-Boxen: Ein Saunagarten entsteht auf einem Teil des Schwimmbad-Parkplatzes gegenüber dem Polizeipräsidium.

Mit dem im Raum Trier einzigartigen Angebot wollen die Stadtwerke Trier (SWT) die Besucherzahlen der Saunen - aktuell sind es rund 25 500 Menschen im Jahr - erhöhen. Vor allem im Sommer. Denn bisher ist der Saunabereich in der warmen Jahreshälfte im Vergleich zum Winter um bis zu 50 Prozent geringer ausgelastet. Für die bessere Auslastung sollen nun 1500 Quadratmeter ganzjährig nutzbare Entspannungsfläche an der frischen Luft sorgen. Bis zu 85 Prozent der Winter-Sauna-Gänger könnten dann im Sommer in Holzhütten schwitzen, erwarten die SWT.

Drei Saunen werden das Innen-Angebot ergänzen: eine Eventsauna, in der es besondere Aufgüsse geben wird, eine Maa-Sauna und eine Tuli-Sauna. Die Maa-Sauna ist eine Erdsauna und gilt als Vorgänger der Sauna-Kultur. Die Tuli-Sauna hat ein offenes Feuer als Saunaofen.

Weiter wird es ein Bistro mit Grillplatz geben, ein Ruhehaus, Außenliegen, ein Biotop und einen beheizten Außenpool. Mit einem Gang wird der Außen- mit dem Innensaunabereich verbunden.

Rund 1,9 Millionen Euro wird das alles kosten. "Damit wollen wir den Standort Stadtbad aufwerten und verbessern", sagt Stadtbad-Leiter Werner Bonertz. Die Investition heute garantiere die Wettbewerbsfähigkeit morgen, begründet SWT-Vorstand Olaf Hornfeck die Baumaßnahme.

Hohe Investition, mehr Angebot - höhere Eintrittspreise? "Wir werden die Preise anheben, uns dabei aber in der Spanne bewegen, in der vergleichbare Anlagen in Merzig und Bitburg liegen", sagt Bonertz. Auch zweieinhalb Arbeitsstellen würden neu geschaffen. Und auch wenn sich die Bagger schon am Parkplatz zu schaffen machen: Das Parkangebot wird ausreichend sein - dank eines Nachbargrundstücks, das die SWT vor Jahren bereits erworben haben. Extra Stadtbad-Sanierung: Nicht nur der Saunagarten wird gebaut, auch das Stadtbad wird saniert. Es werde energetisch verbessert, teilweise umgestaltet und auf den neuesten Stand der Technik gebracht, sagt Stadtbad-Leiter Werner Bonertz. Dazu wird das Bad ab dem 1. Juni geschlossen. Voraussichtlich am 24. August wird das Stadtbad wieder eröffnet. Bereits ab 1. April werden die Umkleiden der Lehrschwimmhalle erneuert. (jka)