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Heizen mit Holz: Im Schweicher Gemeindewald wird Brennholz teurer

Preis steigt : Warum Brennholz aus dem Schweicher Gemeindewald teurer wird und was das Heizen mit Holz noch einschränkt

Der Stadtrat hat für 2022/2023 Regeln für die Abgabe von Brennholz festgelegt. Fakt ist, es wird teurer. Doch das ist noch nicht alles, womit Besitzer von Holzheizungen und -öfen jetzt klarkommen müssen.

Für die Besitzer von Holzöfen und Holzheizungen ist es keine frohe Kunde: Der Stadtrat Schweich hat einstimmig beschlossen, den Preis für Brennholz aus dem Gemeindewald für den Winter 2022/2023 um rund 30 Prozent anzuheben. Dahinter stecke aber – folgt man der Begründung in der Abstimmungsvorlage – keine Bereicherungsabsicht. Grund sei die stark steigende Brennholznachfrage auch im Bereich des Forstamtes Trier und die damit einhergehende Verknappung des Naturbrennstoffs. Weiter wird auf die Preisorientierung am Staatswald verwiesen.

Das Land habe für den Holzverkauf aus landeseigenen Forsten (Staatswald) bereits Mindestpreise festgesetzt. Dabei orientiere sich das Land grundsätzlich am Marktpreis für Energie. Beim Brennholz gebe es jedoch keineswegs die enorme Preissteigerung wie bei Öl, Gas und Pellets. Diese sei für Holz kein Maßstab. Insgesamt halte das Land für Holz aus seinem Staatswald eine Steigerung von rund 30 Prozent für angemessen. Weiter dazu in der Vorlage: „Das Forstamt Trier hält eine erhebliche preisliche Vergünstigung oder gar ein Festhalten an den Vorjahrespreisen für Holz aus dem Schweicher Gemeindewald für nicht empfehlenswert.“ Von dieser Begünstigung würden nur kleine Teile der Bevölkerung profitieren, während der größere Teil auf teure fossile Brennstoffe angewiesen bleibe.

Holz-Abgabemenge in Schweich wird begrenzt

Das Forstamt empfiehlt außerdem, auch wie im Staatswald die Abgabe von Brennholz aus dem Gemeindewald auf die haushaltsübliche Menge von zehn Festmeter pro Haushalt zu begrenzen. Für Kunden, die mit größeren Mengen bedient werden wollen, empfiehlt das Forstamt einen zehnprozentigen Preisaufschlag und eine maximale Abgabenmenge von 20 Festmetern – beides mit dem Ziel, möglichst viele Haushalte aus dem Gemeindewald versorgen zu können.

Der dann folgende einstimmige Beschluss des Stadtrats: Für die Saison 2022/2023 sollen die im Staatswald angewandten Preise auch für den Gemeindewald übernommen werden. Dennoch bleibe Holz eine vergleichsweise günstige Heizquelle. Folgende Preise gelten auf Ratsbeschluss für die Heizperiode 2022/2023: 68 Euro für den Festmeter Laubhartholz (Buche, Ahorn, Esche, Eiche, Birke, Robinie, Kastanie) und 55 Euro für den Festmeter Weich- und Nadelholz (Weide, Linde, Erle, Pappel). Die Abgabe wird auf die haushaltsübliche Menge von zehn Festmetern pro Haushalt begrenzt. Kunden, die mit Mengen von über zehn Festmetern aus dem Gemeindewald bedient werden wollen, zahlen einen Aufschlag von zehn Prozent. Die maximale Abgabemenge wird auf 20 Festmeter festgesetzt.