Heizwerk-Netz marode

TRIER. Die Budgetberatung und die Zukunft des Heizwerks bestimmten die Sitzung des Ortsbeirates Mariahof.

Die Verwendung des Restbetrags aus dem Jahr 2003, die bereits in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats festgelegt worden war, nahm jetzt konkretere Formen an. Geplant ist unter anderem eine zusätzliche Lampe am Kirmesplatz Mariahof. Unsicherheiten bestanden jedoch noch hinsichtlich der Lampenart. Entschieden haben sich die Mitglieder schließlich für die teurere Variante, die sich unter ästhetischen Gesichtspunkten besser in das Bild des Guts Mariahof einfüge. Vorgesehen sind auch eine Sitzgruppe neben der Schautafel am Kirmesplatz und eine weitere Bank. Da der verbleibende Betrag für diese Vorhaben nicht ausreichen wird, soll ein eventueller Überschuss des für den 8. Mai geplanten Festes dafür verwendet werden.Ratsmitglieder geschlossen dagegen

Der Ortsbeirat hat sich zudem geschlossen dagegen gewendet, den Vorschlägen des Grünflächenamts der Stadt Trier nachzukommen und Spielgeräte für die Spielplätze in Mariahof aus dem Ortsbeiratsbudget zu zahlen "Das sind übliche Maßnahmen, für die normalerweise die Stadt zuständig ist", argumentierte Begoña Hermann (SPD). "Das Ortsbeiratsbudget ist autonom zu verwalten. Wir sollten deshalb den Budgetvorschlag auch selbstständig erarbeiten", sagte Jürgen Plunien (CDU). Konsens bestand auch weitgehend hinsichtlich der Budgetplanungen für das aktuelle und das folgende Jahr. Von dem Ortsbeiratsbudget für die Jahre 2004/2005 - jeweils 511 000 Euro - steht Mariahof laut Ortsvorsteherin Maria Marx (CDU) ein Anteil von 23 240 Euro pro Jahr zu. Eine der kostenintensiveren Maßnahmen wird die "bauliche Aufwertung" des Ladenzentrums Mariahof sein. Rund 25 700 Euro sollen die nächsten zwei Jahre in die Modernisierung gesteckt werden. Weitere Beträge kommen dem Jugendclub, der Grundschule, dem Kindergarten, der Verkehrsberuhigung am Ortseingang und der SSG Mariahof zugute. Jeden Anwohner betraf der Bericht des Arbeitskreises "Heizwerk" über dessen erste Sitzung. Bis 2001 hatte die Sanierung der Wärmequelle für den Stadtteil Mariahof gedauert. Nach den Plänen der Stadtwerke soll nun zwischen den Jahren 2004 und 2008 das altersschwache Fernleitungsnetz runderneuert werden. "Eine dringend notwendige Maßnahme", betont Jürgen Plunien, der dem Arbeitskreis angehört. "Gerade im Winter, wenn es friert, erweist sich das Netz als marode." Vorgesehen ist die Installation eines vollkommen neuen Netzes in vier Bauabschnitten. "Die Schwerpunkte der Arbeit sollen jeweils außerhalb der Heizperiode liegen", erklärte Plunien. "Detaillierte Pläne werden die Stadtwerke in einer öffentlichen Informationsveranstaltung voraussichtlich im März vorlegen können", fügte er hinzu. Mehrkosten für die Mariahofer entständen nicht. Die Sanierung sei ausschließlich Sache der Stadtwerke. Es würden zudem lediglich die Zuleitungen erneuert, die weniger störungsanfälligen Leitungen in den Häusern nur bei Bedarf. Den Anwohnern blieben deshalb aufgerissene Gehwege und unmittelbare Beeinträchtigungen ihres Wohnbereichs erspart.