Helfer für die Obdachlosen: Rat schafft Stelle für Streetworker

Helfer für die Obdachlosen: Rat schafft Stelle für Streetworker

Er war Vertrauensperson für die dauerhaft rund 20 bis 30 Obdachlosen in Trier, hatte Expertenwissen für die Verwaltung und karitative Organisationen: Streetworker Raimund Ackermann. Seit er vor einem Jahr seinen Job aufgab und in Ruhestand ging, war die "aufsuchende Straßensozialarbeit" in der Stadt nur mit einer Übergangslösung gewährleistet (der TV berichtete).

Das soll sich nun ändern, wie der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen hat. Ab dem 1. Oktober gibt es eine zunächst auf zwei Jahre befristete Streetworker-Stelle. Die Sprecher aller Fraktionen nutzen den Beschluss, um Ackermann und dem ihn tragenden Verein Streetwork e.V. öffentlich noch einmal Danke zu sagen. "Er war eine Institution in Trier", sagte beispielsweise Monika Berger (SPD). Ackermann habe "vorbildliche Arbeit geleistet", sagte Paul Hilger (Linke).
Mit der Einrichtung der Stelle soll auch erreicht werden, dass möglichst wenige Menschen überhaupt in Obdachlosigkeit geraten. Rund 350 Menschen in Trier seien von Wohnungslosigkeit bedroht oder lebten in prekären Wohnverhältnissen, heißt es in der Beschlussvorlage zum Streetworker. Sie wurde vom Rat mit 45 Jastimmen einstimmig angenommen. mic