Helfer in der Not

TRIER. (jwe) "So toll feiern kann man nur in Weißrussland", schwärmt der bekannte Trierer Zahnarzt und Wohltäter Dr. Friedrich Karl Fey. Er hat beschlossen, seinen 80. Geburtstag am heutigen Mittwoch in Weißrussland zu feiern.

Am Freitag brach Friedrich Karl Fey, Gründer des Vereins Trierer Nothilfe und Vorsitzender des Hilfe für Menschen in Not e.V., zu einer weiteren Reise in den Osten auf. In Weißrussland empfangen die Menschen den Arzt von der Mosel herzlich. Durch zahlreiche Hilfsaktionen, menschliches Feingefühl und den starken Willen, etwas Gutes zu tun, hat Fey die Herzen der Menschen erobert. Der jung gebliebene 80-jährige reist seit vielen Jahren nach Weißrussland, um dort vor allem den Kindern des Tschernobyl Unglückes und verwundeten Afghanistan-Soldaten zu helfen. Die Organisation der afghanischen Kriegsbeschädigten in Minsk unter der Leitung von Sergej Krassowski ist ihm dabei eine helfende Hand. Das erste Mal auf Reisen geht Fey im Jahr 1973, als eine Gruppe von Missionaren ihn mit nach Äthiopien nimmt. Von der Armut erschüttert, versucht er zu helfen. Er entwickelt Hilfeprojekte, organisiert Medikamente und Lebensmittel. Anschließend reist er als Vorsitzender des Vereins "Nothilfe" in die Armengebiete der Welt. 1979 kommen 85 Vietnamesen nach Trier. Auch ihnen hilft Fey. Kurz nach der Wiedervereinigung reist Fey in Triers Partnerstadt Weimar. Besorgt sieht er dort 300 Kinder aus Weißrussland, die Erholung und Behandlung nach dem Tschernobyl-Unglück suchen. Die Bekanntschaft mit den Kindern ermöglicht es ihm, Kontakte aufzunehmen. Der Grundstein für seine Hilfe ist gelegt. Sowohl die Belarussische Gesellschaft für Freundschaft und kulturelle Beziehungen mit dem Ausland als auch die Organisation der afghanischen Kriegsbeschädigten bitten den Trierer um Gespräche und Hilfe.Geschichte der Menschlichkeit

Die Hilfe leistet Fey bis heute. Der Aufbau eines Waisenhauses bei Minsk oder die Hilfe für ein Frauengefängnis in Gomel sind nur Beispiele. Als Ausdruck der Dankbarkeit hat ihn der Verband der Invaliden des Afghanistan-Krieges zum "General des Friedens" ernannt, eine Ehrenauszeichnung, die bislang kein ausländischer Bürger erhalten hat. Der Präsident der Republik Belarus, Alexander Lukaschenko, hat an ihn und den von ihm 1998 gegründeten Verein "Friedrich Karl Fey - Hilfe für die Menschen in Not" sein Schreiben gerichtet, in dem er seine tiefe Dankbarkeit ausdrückt. Inzwischen ist ihm auch die Doktorwürde "honoris causa" verliehen worden. Bei seinem Aufenthalt wartet wieder viel Not auf Linderung. Doch vor allem werden die Menschen den Geburtstag ihres Wohltäters feiern. Hilfe für Menschen in Not e.V. Konto 2474120 (Sparkasse Trier)