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Theater: Herrscher für die schönen Künste

Theater : Herrscher für die schönen Künste

Concert Royal spielt in Komödie amüsant die „Spiele von Versailles“ nach.

Wie wird es wohl am Hofe des Sonnenkönigs (1638-1715)  zugegangen sein? Eine spannende Frage für rund 200 begeisterte Besucher der musikalischen Komödie „Concert Royal – die Spiele von Versailles“ am Freitag im Kurfürstlichen Palais zu Trier. Zwar reicht der Rokokosaal dort an Pracht und Prunk von Schloss Versailles nicht ansatzweise heran. Dennoch bot er ein gutes Ambiente für einen amüsanten Theaterabend mit faszinierenden Einblicken rund um „Louis XIV, le Roi Soleil“, den französischen Sonnenkönig.

Der Nachwelt überliefert sind mehr als 6000 Briefe von Prinzessin Louise-Charlotte, genannt Lieselotte von der Pfalz. Als am Hofe lebende Schwägerin des Königs dürfte sie so ziemlich alles mitbekommen haben. Aus diesem Riesen-Fundus schuf die Trierer Künstlerin Claudia Dylla die Texte für 14 Szenen des heiteren wie fesselnden Theaterabends. Für ihre szenischen Erzählungen schlüpfte Claudia Dylla in zwei unterschiedliche Rollen, die des Höflings „Fréderic“, eine fiktive Figur, und in jene der Lieselotte von der Pfalz.

Den musikalischen Part mit Kompositionen aus Barock und Spätromantik steuerte nicht weniger unterhaltsam das Trierer Parnass-Ensemble bei (Steffen Sauer, Cary Dreisch, Klauspeter Bungert, Stefan Reil, Angela Simons). Und da war ja auch noch Christoph Endler (Schüler der Trierer Ballettschule Birgit Müller), der den jungen Sonnenkönig mimte.

Schon als Kind soll der Herrscher gerne getanzt haben. Dabei trug er eine dargestellte Sonne als Krone, daher wohl auch sein Bei-Name. Um dem jungen Sonnenkönig ziemlich nahe zu kommen, trug auch Christoph Endler eine solche Nachahmung bei seiner vielbeachteten Balletteinlage (Choreographie Beatrice Panero).

Veranstalter des amüsanten Abends war die Deutsch-Französische Gesellschaft Trier.