Herz in Trier, Hand in Brüssel

Der Trierer Frank Bläsius arbeitet seit Anfang Juni bei der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Brüssel als Veranstaltungs- und Verwaltungsleiter. Die spannende Arbeit bei der EU entschädigt den 27-Jährigen für den vorläufigen Abschied von seiner Heimatstadt.

Vorbereitungen für eine Veranstaltung: Auch das Dekorieren des Vertretungsgebäudes gehört zu Frank Bläsius' Aufgaben in Brüssel. TV-Foto: Sabine Minsel

Trier/Brüssel. Als Frank Bläsius von der Stellenausschreibung der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Brüssel erfuhr, zögerte er nicht lange: "Ich habe mich noch am selben Tag beworben."Drei Jahre hatte der gebürtige Ehranger nach seinem Studium im Referat Personalverwaltung und Schulrecht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier gearbeitet, bevor ihn die Abenteuerlust diesen Sommer nach Brüssel lockte.Flexibilität und Spontaneität sind genau die richtigen Eigenschaften für seine Aufgaben in Brüssel. Neben der Organisation von Veranstaltungen ist Bläsius auch für Haushaltsführung und Instandhaltung des Vertretungsgebäudes zuständig - und muss deshalb ständig dazulernen. "Weil mir viel Vertrauen entgegengebracht wird, fiel es mir aber von Anfang an leicht, Verantwortung zu übernehmen und mich in das neue Arbeitsumfeld einzugewöhnen", sagt der Trierer. Vor allem genießt er in Brüssel die guten Kontakte zu den Vertretungen anderer Länder. "Oft tauschen wir uns zum Beispiel mit den Wienern von nebenan aus und schaffen so ein angenehmes internationales Umfeld." Dennoch vermisst Frank Bläsius das gewohnte Trier. Regelmäßig reist er zum Wochenende an die Mosel, um seine Freundin, seine Familie sowie Freunde und ehemalige Arbeitskollegen zu treffen. Ein Abschied auf immer hat Frank Bläsius von seiner Heimatstadt ohnehin nicht geplant: "Ich bleibe zunächst drei Jahre in Brüssel. Danach würde ich gerne zurückkehren. Trier ist überschaubar, hat aber viel Großstädtisches, und ich fühle mich dort wohl." Glücklicherweise kann sich Frank Bläsius das rheinland-pfälzische Lebensgefühl wenigstens ab und an auch nach Brüssel holen: Als dieser Tage der alljährliche Rheinland-Pfalz-Tag in der Brüsseler Vertretung des Bundeslandes stattfand, gab es auch Moselwein und Musik aus der Region.