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Herzlich miteinander verbunden

Herzlich miteinander verbunden

Acht Städtepartnerschaften hat Trier. Mit Metz, Gloucester, Weimar und Fort Worth verbindet Trier in diesem Jahr eine 50- beziehungsweise 20-jährige Freundschaft. Am kommenden Freitag feiert Trier ein Städtepartnerfestival im Nells Park. Der TV stellt die Jubiläumspartnerschaften in dieser Woche vor.

Trier. Den Beginn macht Weimar. Die 20-jährige Partnerschaft mit der thüringischen Stadt dürfte eine der am stärksten gepflegten sein. Jüngstes Zeichen herzlicher Verbundenheit: Die Weimarer Pyramide, die am Samstag in Anwesenheit von vielen Weimarer und Trierer Bürgern auf dem Grünstreifen vor der Porta Nigra von Oberbürgermeister Klaus Jensen als "wunderbares Bauwerk" begrüßt wurde. Das internationale Kinder- und Jugendprojekt ging 1999 von der damaligen Kulturhauptstadt Weimar aus und verheißt auf Stoffdreiecken Hoffnungen und Sorgen von Kindern — darunter 120 Stoffdreiecke aus Trier, Luxemburg, Thionville und Weimar. Der Beitrag zur 20-jährigen Partnerschaft von Weimar und Trier macht für die nächsten Wochen Station in Trier.Aus Weimarer Sicht ist die Freundschaft mit Trier die "intensivste". "Wir waren die fünfte Stadt in der DDR, die eine Partnerschaft eingehen konnte", erinnert sich Hartmut Eckhardt, Vorsitzender der Trier-Gesellschaft aus Weimar. Dankbare Worte an das Engagement des damaligen Trierer Oberbürgermeisters Felix Zimmermann kommen ihm über die Lippen. Gänsehaut erzeugt noch heute seine Beschreibung des ersten Trierbesuchs der Weimarer unmittelbar nach dem Fall der Mauer. Die Weimarer hätten Schlange gestanden, um einen Platz für die Fahrt nach Trier zu ergattern. In einer Blitzaktion habe OB Helmut Schröer, während die Weimarer unterwegs nach Trier waren, die passenden Gastgeber in Trier aufgetrieben — für zwei Besuche je 800 Gästen."Wir vergessen die Hilfe nie", sagt Eckhardt und spricht von unbürokratischer Hilfe der Trierer im Aufbau demokratischer Strukturen und in der maroden Wirtschaft. Im Laufe der Jahre waren die Kontakte zwischen den beiden Partnergesellschaften etwas eingeschlafen, berichtet Elisabeth Ruschel, Vorsitzende der Weimar-Gesellschaft. Vor drei Jahren kam wieder Leben in die Beziehung. Seitdem läuft neben privaten Kontakten hauptsächlich kultureller Austausch: Beispielsweise zwischen dem Hindenburg-Gymnasium Trier und dem Ameisenchor in Weimar oder zwischen dem Karnevalsverein Rot-Weiß Ehrang und Weimarer Handwerkerkarneval.Im November besuchen 50 Trierer ihre Partnerstadt, Trierer Künstler werden eine Ausstellung zeigen, und es wird eine Baumpflanzaktion geben. Am Donnerstag um 13.33 Uhr werden mit elf Sonderwagen 407 Weimarer im Trierer Bahnhof erwartet. Mit ihnen Teilnehmern steigt am Freitag im Nells Park ab 18 Uhr das musikalisch-kulinarische Festival der Partnerstädte (Programmankündigung folgt in der Freitagausgabe). Einziger Wehmutstropfen: Das Konzert der Weimarer Staatskapelle am Samstag im Amphitheater ist bereits ausverkauft.