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Heute ist Tag des Lärms: Initiativen zur Westtrasse

Heute ist Tag des Lärms: Initiativen zur Westtrasse

Die Reaktivierung der Westtrasse rückt am heutigen internationalen "Tag des Lärms" wieder in den Fokus. Vor allem die Nutzung der Strecke für Güterzüge - in Ausnahmefällen auch in den Nächten - steht in der Kritik.

Trier. Ab Ende 2016 werden auf der reaktivierten Bahnstrecke im Westen Triers zwischen Ehrang und Zewen Personenzüge rollen. Weil das dafür notwendige Verbindungsgleis aber bereits instand gesetzt ist, fahren nach Jahren weitestgehender Ruhe seit einigen Monaten tagsüber vermehrt laute Güterzüge mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde über die Strecke, an der es keinen Lärmschutz gibt. In Ausnahmefällen wird es für die Anwohner auch nachts laut, wenn die Gleise im Westen als Ausweichroute genutzt werden, weil auf der Hauptstrecke gearbeitet wird (der TV berichtete). Die Trierer Bundestagsabgeordnete Katrin Werner (Die Linke) hat zum Tag des Lärms eine generelle Begrenzung der Geschwindigkeit auf der Weststrecke sowie eine Sperrzeit für den Güterverkehr gefordert. Erforderlich sei auch eine Lärmkartierung für die betroffenen Stadtteile und die stärkere Beteiligung der Bürger bei Infrastrukturprojekten dieser Art.
Rechtlich agiert die Deutsche Bahn im Rahmen der Gesetze. Das weiß auch die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal ( <%LINK auto="true" href="http://www.bahnlaerm-moseltal" class="more" text="www.bahnlaerm-moseltal"%> ), die darum wirbt, dass sich möglichst viele Menschen an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahnbundesamtes beteiligen. "Dort kann sich jeder Bürger eintragen, wenn er unter Bahnlärm leidet", sagt Vorsitzender Max Op den Camp. Dabei gehe es dem Bund darum, die Orte zu definieren, bei denen Lärmschutz besonders wichtig sei. r.n.