"Hier funktioniert's"

ZEMMER/RODT. (lyv) Der Sportverein Eintracht Rodt ist 75 Jahre alt. Höhen und Tiefen des Vereins haben zahlreiche Mitglieder erlebt. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement sind 45 Männer und Frauen am Samstagabend im Gasthaus Wolter in Rodt geehrt worden.

Beeindruckt von den vielen - überwiegend - Männern, die sich für ihre langjährige Mitgliedschaft im Sportverein Rodt auszeichnen, zeigte sich Alfons Steinbach, Sportkreisvorsitzender des Sportkreises Trier-Saarburg. "Die Führung haben Männer, die was geleistet haben, und sie brauchen Männer, die hinter ihnen stehen", sagte Steinbach. "Sie haben dem Sport eine ganz besondere Bedeutung gegeben." Von den 262 Mitgliedern seien 25 Prozent Jugendliche. "So viele Jugendliche zu gewinnen und bei der Stange zu halten, erfordert sehr viel Kleinarbeit." Bei 338 Sportvereinen, die dem Sportkreis Trier-Saarburg angehören, "bewege ich mich am liebsten auf dem Land. Hier sind die Gemeinschaft und das Miteinander viel fester", betont der Vorsitzende des Sportkreises. Der Sportverein Eintracht Rodt werde hervorragend geführt, und die Jugendarbeit verdiene hohe Anerkennung. Die wurde dann auch in Form einer Ehrenurkunde des Sportbundes Rheinland, unterzeichnet vom Vizepräsidenten Walter Desch, honoriert. Zusätzlich überreichte Steinbach dem Vorsitzenden des SV Rodt, Michael Cordie, einen Geldbetrag für die weitere Vereinsarbeit und ehrte zwei Mitglieder für ihr "uneigennütziges Verhalten": Adolf Schappo erhielt die silberne Ehrennadel und eine Urkunde des Sportbundes Rheinland für besondere Verdienste im Sport, vor allem für seine Vorstands- und Jugendarbeit. Ebenfalls die silberne Ehrennadel und Urkunde erhielt Robert Reuter aus Daufenbach, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wird und 60 Jahre Mitgliedschaft im Sportverein Rodt aufweisen kann. "Ihr könnt stolz sein auf euren Verein", sagte Michael Herrmann, der die Plakette des deutschen Fußballbundes und den Ehrenbrief des Sportbundes Rheinland an Michael Cordie überreichte. Nach Rodt sei er immer gerne gekommen und erinnere sich in seiner Funktion als Schiedsrichter auch an "heiße Spiele gegen Sirzenich". "In diesem Verein funktioniert's", was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich sei, wenn man die "Flut der Gewalt" betrachte, die seit Monaten auf den Fußballplätzen herrsche. Rückblick zu den Anfängen

Der Sportverein habe auch das kulturelle Leben in Rodt mitgeprägt, betonte der Zemmerer Ortsbürgermeister Winfried Wollscheid. Leider verfüge der SV Rodt nicht mehr über eine eigene Mannschaft. "Immer mehr Orte schließen sich zu Spielgemeinschaften zusammen, so wie der SV Rodt mit dem SV Schleidweiler und dem 1. FC Zemmer, um denen, die sich dem Fußballsport verschrieben haben, eine Möglichkeit zu bieten, noch Fußball spielen zu können", sagte Wollscheid. Die Arbeit der Betreuer verdiene Anerkennung und Respekt. Und darum überreichte Wollscheid ebenfalls eine kleine Finanzspritze. Nicht nur Lobeshymnen erfuhren die Vereinsmitglieder am Samstagabend. Der Geschäftsführer des Vereins, Christoph Schuh, hatte eine Diashow mit Bildern aus den Anfängen bis zum heutigen Zeitpunkt zusammengestellt und sorgte damit zwischen den einzelnen Reden der Honoratioren für Auflockerung und Erheiterung.