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Hier können Lehrer noch etwas lernen

Hier können Lehrer noch etwas lernen

An der Medard Schule in Trier gibt es jetzt ein Kompetenzzentrum für die Förderung und Beratung von Lehrern mit Inklusionsschülern. Ein altes Problem ist damit gelöst.

Trier Wie lassen sich Inklusionsschüler am besten fördern und in den Klassenverbänden unterstützen? Dieser Frage widmet sich die Medard Schule in Trier nun mit einem eigens dafür entworfenen Förder- und Beratungszentrum (FBZ) in ihren Räumlichkeiten. Mit einer für die Sonderschulpädagogik eingerichteten Bibliothek und einem speziellen Stützpunkt für den Förderbereich Sehen, stellt die Medard Schule die Zentrale des Beratungsnetzwerks für Förderschüler dar.
Schuldirektor Rainer Graß sieht in dem Projekt einen großen Fortschritt. Er sagt: "An unserer Schule gibt es eine lange Tradition der Förderung. Früher mussten wir aber mit einem Koffer voll Materialien von Schule zu Schule, ohne direkt auf den konkreten Fall eingehen zu können. Jetzt haben wir hier im Zentrum die Möglichkeit, viel spezifischer beraten zu können und uns bedarfsgenauer auf jeden Schüler einstellen können." Und tatsächlich, der Bibliotheksraum wirkt offen und lädt zum Verweilen ein. Es gibt nicht nur eine große Auswahl an Lehrmaterialien zur Anschauung, sondern auch Fachliteratur sowie medial interaktive Lernprogramme. Damit auch wirklich keine Fragen offenbleiben müssen, stehen außerdem zwei fachkundige Lehrkräfte für eine weitere Beratung und Hilfe bereit. Die Medard Schule stemmt diese Aufgabe allerdings nicht alleine, sondern stellt das Zentrum eines Beratungsnetzwerks dar, welches weitere Schulen als Kooperationspartner für die Sache der Inklusion von Förderschülern an ihrer Seite hat. Insgesamt stellt sie damit eine Anlaufstelle für etwa 40 Schulen aus der Stadt Trier dar. Durch die kurzen Wege hofft man auf Synergieeffekte. Der ebenfalls in der Schule vorhandene Stützpunkt im Förderbereich Sehen richtet sich sogar an ein deutlich größeres Einzugsgebiet als nur Trier. Dort wird ein besonderer Fokus auf die Diagnose gelegt. Es ist laut den Beteiligten wichtig, zu Beginn herauszufinden, was die Kinder überhaupt sehen können und im Weiteren das funktionale Sehen der Kinder bestmöglich zu fördern. Durch spezielle Brillen, die bestimmte Augenkrankheiten und Einschränkungen simulieren, ist es auch möglich die wortwörtliche Sicht eines eingeschränkten Kindes einzunehmen und zu verstehen, wie die Sehschwäche sich auf lernen, Schreiben und verstehen auswirkt.
Die stellvertretende Schulleiterin Pia Rücker wünscht sich für das Projekt eine möglichst große Resonanz: "Wir hoffen dass dieses Angebot gut angenommen wird und wir die Inklusion vorantreiben können. Damit wollen wir den Kindern in ihrem Lernprozess näher kommen." Für interessierte Lehrkräfte aus dem Raum Trier, die vor inklusiven Herausforderungen stehen oder sich einfach informieren möchten, bietet sich ein Besuch der Website des FBZ (siehe unten) an.
Weitere Infos im Netz unter <%LINK auto="true" href="http://www.fbz-trier.de" text="www.fbz-trier.de" class="more"%>