Hilfe den täglichen Dingen des Lebens

Hilfe den täglichen Dingen des Lebens

Deutsche Sprachkenntnisse sind die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration von Ausländern. Das bekräftigte die Ausländerbeauftragte des Kreises, Gisela Krämer, in ihrem Rechenschaftsbericht im Kreistag.

Trier. (alf) Auch in den kommenden Jahren wird sich Gisela Krämer (64) als ehrenamtliche Ausländerbeauftragte des Kreises der Probleme der Migranten annehmen. Vor ihrer Wiederwahl im Kreistag (der TV berichtete) legte die Konzerin Rechenschaft über ihre Tätigkeit in den vergangenen vier Jahren ab. Beratung in Behördenfragen und Hilfestellung bei den Dingen des täglichen Lebens seien ihre Hauptaufgabenfelder, sagte Krämer. Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis habe stark zugenommen: von 5294 im Jahr 2004 auf aktuell 7562. Die Luxemburger stellen mit knapp 2000 Personen das größte Ausländerkontingent im Landkreis Trier-Saarburg, gefolgt von Franzosen (703), Polen (524), Türken (345) und Vietnamesen (126).

Zu geringe Sprachkenntnis ist nach Auffassung von Krämer das größte Hemmnis bei den Integrationsbemühungen. Das ließe sich auch an der Zahl der Einbürgerungen ablesen: 2001 seien knapp 400 Personen im Kreis eingebürgert worden, 2008 nur noch 139. Die meisten Kontakte kommen nach Mitteilung der Ausländerbeauftragten nicht bei den Sprechstunden in Behörden zustande, sondern nach telefonischer Absprache im privaten Bereich. Hier gehe es in erster Linie darum, Hilfestellung bei der Wohnungssuche oder bei Bleiberechtsfragen zu geben. Auch wegen Unklarheiten mit dem Arbeitsamt wendeten sich viele Ausländer an sie, sagte Gisela Krämer.

Gute Erfahrungen hat die Ausländerbeauftragte mit den kostenlosen Sprachkursen gemacht, die auf ihre Initiative in Konz angeboten werden. Dort leben etwa 1000 Ausländer. Insbesondere Frauen gewännen durch die Kurse an Selbstbewusstsein und würden sich danach eher Vorstellungsgespräche oder die Führerscheinprüfung zutrauen.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sei das Asylheim in Konz, wo derzeit 27 Männer untergebracht seien. Leider, so Krämer, sei es weder in Konz noch im Kreis zur Wahl eines Migrantenbeirats gekommen. Wegen geringen Interesses hätten keine Kandidatenlisten aufgestellt werden können.