Hilfe für die Helfer

TRIER. (len) Mit der Arbeit auf Bundesebene und vor Ort beschäftigten sich 70 Vertreter aus 60 Gliederungen des Malteserhilfsdienstes (MHD) im Bistum Trier bei der Beauftragtentagung der Organisation im Robert-Schuman-Haus.

Gute Nachrichten hatte Elmar Pankau, Mitglied des Geschäftsführenden MHD-Vorstandes, im Gepäck. "Wir sind durch ein ziemliches Tal der Tränen geschritten. Wir haben viele Tränen hinter uns gelassen", sagte er. "Wir haben die Restrukturierungsphase des MHD besser hinter uns gebracht als erwartet."Aus den roten Zahlen heraus

Ende der 90er Jahre wurde das Angebot der Organisation aufgeteilt - auf einen eingetragenen Verein und eine GmbH. In der Hand des Vereins sind die von den ehrenamtlichen Helfern getragenen Dienste wie Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Hospizarbeit. Die GmbH trägt die unternehmerischen Dienste, etwa den Rettungsdienst, die Lieferung von Mahlzeiten, den Hausnotrufdienst und die ambulante Pflege. "In Trier geht die Arbeit Hand in Hand", betonte Pankau. Schließlich seien beide Organisationseinheiten unter einem Dach untergebracht. Während der MHD vor der Reform Verluste machte, sei man seit 2002 "aus den roten Zahlen raus". Besondere Bedeutung komme der Arbeit der Malteser in Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung zu, erklärte der Gast aus Köln: "Im Jahr 2040 werden 40 Prozent der Haushalte Single-Haushalte sein, 30 Prozent der Menschen werden ohne Verwandschaft sein." Die Tagung nutzten Diözesanleiter Heinz Peter Kann und Diözesangeschäftsführer Michael Georg Witzel, um den zahlreichen Helfern für deren ehrenamtliches Engagement zu danken. Ein kleiner Lohn für die Arbeit der Helfer soll das Malteserfest der Diözese Trier am 3. und 4. Juli in Wüschheim/Simmern sein. Mit mindestens 300 Teilnehmern rechnet das Organisationsteam. "Viele Helfer können aufgrund von Einsätzen nicht kommen", erklärte Heike Römerscheidt, die die Arbeit des Teams vorstellte, mit Bedauern. Höhepunkt des Festes wird die Verlosung einer Reise für zwei Personen sein. "Wohin es geht, verraten wir noch nicht", sagte Römerscheidt. In Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Beauftragten der Gliederungen mit der Verbesserung der Arbeit vor Ort. Themen waren Fragen zur Geschäftsführung, zu Ausbildung und Notfallvorsorge. In der Abschlussrunde führte Heinz Peter Kann Pharmazierat Hartmut Schmall als neuen Diözesanapotheker der Malteser in sein Amt ein.