Hilfe für kranke Menschen erfordert viel Idealismus

Hilfe für kranke Menschen erfordert viel Idealismus

TRIER. (stu) Fast 3000 Menschen engagieren sich im Bistum Trier als Betreuer. Zum dritten Mal veranstaltete die Diözesan-Fachstelle einen Betreuertag zum gegenseitigen Kennenlernen und Informationsaustausch.

An Schizophrenie oder Demenz erkrankte Menschen benötigen eine intensive medizinische und soziale Versorgung. Wenn der Erkrankte selbst nicht mehr in der Lage ist, seine Finanzen oder seinen Aufenthalt zu regeln, helfen rechtliche Betreuer. Über 2800 Menschen solcher Betreuer sind derzeit in 26 katholische Betreuungsvereinen im Bistum organisiert. Den deutlich größeren Anteil machen ehrenamtliche Betreuer aus. Nur 60 der knapp 3000 Betreuer sind hauptamtlich tätig. Die ehrenamtlichen Betreuer kommen aus allen Bereichen: vom Hochschulprofessor bis zur Hausfrau. Den Job als Ehrenamtlicher kann eigentlich jeder machen. Einzige Voraussetzungen ist die Bereitschaft, sich uneigennützig zu engagieren und ein wenig Zeit. "Für die Arbeit muss man viel Idealismus mitbringen", sagt Bernd Walter, Vorsitzender des Katholischen Vereins für soziale Dienste. 312 Euro jährlich erhält ein ehrenamtlicher Betreuer. Die Betreuervereine bieten ständig Schulungen an, zusätzlich helfen hauptamtliche Betreuer, wenn Probleme auftauchen. 24 der hauptamtlichen Betreuer sind "Querschnittsmitarbeiter". Ihre Aufgabe ist es, die große Gruppe der Ehrenamtlichen, ohne die die große Anzahl an Betreuungsfällen nicht bewältigt werden könnte, weiter zu fördern. Ehrenamtliche Betreuer sind für die leichteren Fälle, wie an Demenz erkrankte Menschen im Heim, verantwortlich. Die Hauptamtlichen hingegen widmen sich den schwereren Fällen, mit denen die Ehrenamtlichen überfordert wären. Der Betreuertag im Robert-Schuman-Haus bot den Teilnehmern die Chance auf einen Erfahrungsaustausch. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen wurde ein kulturelles Programm geboten, unter anderem der Auftritt der Gruppe "Cräme Fresch".