Hilfe von der Mosel für Afrika

Hilfe von der Mosel für Afrika

PÖLICH. (dis) Über ein proppevolles Dorfgemeinschaftshaus konnten sich Susanne Hermen und Werner Rauber freuen. Sie berichteten über die Verwendung von Spenden aus Pölich im fernen Afrika.

Im Rahmen der WM-Aktion "Die Welt zu Gast bei Freunden" wurden in dem Moselort das ganze Jahr über mit großem Engagement verschiedene Veranstaltungen zum Thema Ghana organisiert. Durch den Erlös aus diesen Veranstaltungen und durch die Unterstützung von großzügigen Spendern aus der Region wurden seit April insgesamt 5 000 Euro für das Patenschaftsprojekt "Mehr Bildung für Waisenkinder in Ghana" gesammelt.

Initiator und Betreuer war und ist der ehemalige Pölicher Ortsbürgermeister Werner Rauber. Er ist seit über einem Jahr als Bundeswehroffizier auf Friedensmission in Ghana (der TV berichtete). "Und ich werde auch noch ein paar Jahre bleiben," sagt er. Unterstützt wird er seit etwa einem halben Jahr von der ebenfalls aus Pölich stammenden Susanne Hermen. Sie machte zunächst ein Praktikum in Ghana und arbeitet jetzt bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Rauber stellte beim Treffen im Dorfgemeinschaftshaus zunächst seinen Auftrag vor und ging dann auf das Hilfsprojekt ein. "Weit weg von der Hauptstadt Accra liegt im Osten von Ghana der Ort Dzodze. Von den 1600 Schulkindern der Gemeinde sind 200 Vollwaisen, deren Eltern an Malaria und Aids gestorben sind," erzählt er. Daneben gebe es weitere Schulkinder, deren Eltern völlig mittellos sind. Dort ist das Geld von der Mosel bestens angelegt. Rauber konnte es an den "Chief" des Ortes, Torgbui Dey, übergeben.

Rauber wird nun in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Lehrern den gezielten Einsatz des Geldes für die Waisenkinder in Schulkleidung, Schuhwerk, Lern- und Schreibmaterialien organisieren. Darüber hinaus konnte über die GTZ ein günstiger Containertransport aus Deutschland organisiert werden. Dadurch können nun endlich die noch in Deutschland lagernden Spendengüter verschifft, nach Ghana transportiert und noch vor Weihnachten an Ort und Stelle überreicht werden. Dringender Bedarf besteht noch an gebrauchten Fahrrädern für das Lehrpersonal der betroffenen Grundschulen. Fahrräder können bis zum 15. November bei Familie Rauber, Im Weinberg 2, abgegeben werden. Bei Fragen stehen Katja Rauber, Telefon 06507/8488, oder Marion Bartel, 06507/703162, gerne zur Verfügung.

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