Hilflose SPD

Die Strategie der SPD ist nicht neu. Die Sozialdemokraten ziehen mit einem politischen Neuling in den Wahlkampf, der sich einem CDU-Veteranen, durch seine Erfahrung und Präsenz in den Kreis-Gremien eindeutig favorisiert, stellen muss.

2002 trat die SPD mit dem unbekannten Finanzexperten Uwe Roßmann zur Wahl des Verbandsgemeinde-Bürgermeisters in Hermeskeil an und verlor gegen Michael Hülpes. Es kommt nicht in Frage, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten - diese Philosophie steckt dahinter. Doch die Verbands- und Fraktionsspitze will sich angesichts eines übermächtig scheinenden Gegners keine Wahlniederlage in den Lebenslauf schreiben. Also muss ein politischer Neuling ran, dem eine Niederlage nicht besonders weh tun würde. Und wenn dieser menschlich wie fachlich qualifizierte Neuling überraschenderweise gewinnt - um so besser. Eine auf Hilflosigkeit basierende Strategie, der SPD fehlt es an Favoriten. j.pistorius@volksfreund.de