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Hinter dem Jugendzentrum Mergener Hof liegen 50 Jahre Kinder- und Jugendarbeit – und vor dem Haus ein aufregendes Wochenende.

Trier : Bildung, Sport und Birthday-Bash

Hinter dem Jugendzentrum Mergener Hof liegen 50 Jahre Kinder- und Jugendarbeit – und vor dem Haus ein aufregendes Wochenende.

Noch sieht der Vorhof des Jugendzentrums Mergener Hof aus wie immer. Kinder mit Schulranzen stürmen Richtung Hausaufgabenbetreuung, ein Graffiti ziert die Mauer, Fahrräder lehnen an der Wand. Das soll sich am Wochenende ändern. Dann starten die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag. „Ganz besonders freue ich mich auf den Besuch vieler Ehemaliger“, sagt Kai Wichmann, Leiter des Jugendzentrums. „Darauf, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und alte Geschichten zu erzählen.“ Davon dürfte es eine Menge geben, denn hinter der Einrichtung liegen 50 Jahre Sport, Bildung und soziales Miteinander.

Die Geschichte des Jugendzentrums reicht noch viel weiter zurück, wie sich auf der Homepage nachlesen lässt: 1576 gründeten die Jesuiten in Trier eine Congregatio Mariana (Marianische Kongregation), kurz MC, mit dem Ziel, jungen Männern christliche Werte zu vermitteln. 1617 wurde die Marianische Jünglings-Congregation (MJC) gegründet. 1930 erwarben die Jesuiten das ehemalige Stadtrefugium der Abtei St. Marien (auch „Mergen“) als Jugendhaus. Nachdem das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs zwangsweise in Staatsbesitz übergegangen war, wurde es nach dem Krieg vornehmlich vom Bistum Trier genutzt. Ab den 1960er Jahren füllten die Jesuiten das Haus erneut mit verschiedenen Gruppen. Weil die Mitgliederzahl ständig stieg, wurde das Zentrum umgebaut. Zum Abschluss dieser Arbeiten feierte das Jugendzentrum Mergener Hof 1969 seine Einweihung.

Mit der Aufnahme von Mädchen und einer Konzepterweiterung im Bereich Offene Jugendarbeit entwickelte sich das Jugendzentrum zu dem, was es heute ist: ein Jugendhaus im Zentrum Triers, das mit einer einmaligen Kombination aus Bildungs- und Sportangeboten die „Eigeninitiative und Kreativität“ junger Menschen im Alter von sechs bis 20 Jahren fördern möchte – nach dem Motto „Tradition und Innovation“. Derzeit wird erneut umgebaut, die Weiterentwicklung der einzelnen Bereiche ist geplant. Ziel sei, auf gesellschaftliche Entwicklungen einzugehen und ein entsprechendes zukunftsorientiertes Angebot für Kinder und Jugendliche vorzuhalten, sagt Wichmann. Zu ihrem 50. Geburtstag feiert die MJC so nicht nur, was zurückliegt, sondern auch das, was die Zukunft bringt.

Weitere Informationen unter
www.mjctrier.de