HINTERGRUND

So können Sie sich schützen: Auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds hat die Trierer Polizei Tipps zusammengestellt, wie Bankkunden sich vor manipulierten Geldautomaten schützen können: Achten Sie vor der Abhebung auf die äußere Beschaffenheit des Geldautomaten und melden Sie auffällige Veränderungen (zum Beispiel am Karteneinzugsschacht) sofort der Polizei und Ihrer Bank.

Misstrauen ist geboten, wenn die Karte nur erschwert in das Gerät eingeführt werden kann. Schuld daran kann ein Vorsatzgerät zum Auslesen der Kartendaten sein. Auch wenn die Karte mehrmals eingeführt werden muss oder im Anschluss Beschädigungen sichtbar sind, ist Vorsicht geboten. Ist die Tastatur nur schwer zu bedienen oder müssen Eingaben wiederholt werden, könnte das an einem aufmontierten Gerät, dass die Eingabedaten und so die Geheimnummer speichert, liegen. Bewahren Sie Kreditkarten- und Kontobelege sorgfältig auf, so können Sie Rechnungen oder Abbuchungen jederzeit genau nachvollziehen. Steffen Stendel von der Zentralen Kreditberatung, der Dachorganisation der Bankenverbände, rät außerdem: Nicht nur Automaten, die offen zugänglich an Straßen oder Plätzen stehen, werden von Betrügern manipuliert und mit Aufsatzgeräten versehen. Auch Automaten in geschlossenen Räumen sind betroffen. Absichern kann man sich, indem man bei der Eingabe der Geheimnummer mit der anderen Hand das Tastaturfeld abschirmt. Dann können über den Einzugschlitz zwar immer noch Kontodaten der Karte ausgelesen, nicht aber gleichzeitig die Geheimnummer ausspioniert werden. Im Betrugsfall liegt die Haftungspflicht bei den Banken. Auch Geschäften, die Kartenzahlungen ohne die Eingabe von Geheimnummern akzeptieren, obliegt im Betrugsfall die Beweis- beziehungsweise Haftungspflicht. (woc)