HINTERGRUND

ATHANASIUS VON ALEXANDRIA (etwa 296/98 bis 373) gilt als einer der bedeutendsten Kirchenlehrer. Beim ersten ökumenischen Konzil von Nicäa (325) trat er als überzeugender Verteidiger des katholischen Glaubens und damit als Widersacher des Arianismus (Lehre des Priesters Arius, wonach Christus mit Gott nicht eins, sondern nur wesensähnlich sei) auf.

Einflussreiche Arianer brachten Kaiser Konstantin dazu, Athanasius, inzwischen Bischof der theologischen Hochburg Alexandria, nach Trier zu verbannen (335 bis nach Konstantins Tod 337). Dort fand der Ägypter Zuflucht bei Bischof Maximin, mit dem er als Konzelebrant den Gottesdienst im gerade erst eröffneten Trierer Dom feierte. Athanasius' Leben ist geprägt durch den Arianischen Streit. Fünf-, möglicherweise sogar siebenmal wurde er aus Alexandria verbannt; 343 kam er erneut bei Bischof Maximin in Trier unter. Athanasius starb am 2. Mai 373 in seiner Heimatstadt Alexandria. Bereits zu Lebzeiten wurde er "Säule der Kirche" und "Vater der Orthodoxie" genannt. Sowohl die Ost- wie auch die Westkirche verehren ihn als einen ihrer großen Heiligen. Die Stadt Trier benannte 2002 eine neue Straße im Stadtteil Heiligkreuz nach Athanasius. (rm.)