Historiker spricht über Friedenskonzepte

Historiker spricht über Friedenskonzepte

Mit einer Veranstaltungsreihe will die Deutsch-Israelische Gesellschaft Trier (DIG) die Beziehungen zwischen den beiden Staaten pflegen. Zum Auftakt der Israelischen Kulturtage spricht Professor Michael Wolffsohn am Donnerstag, 27. Oktober, über das Thema "Frieden durch Föderalismus".

Trier. Die siebten Israelischen Kulturtage der Deutsch-Israelische Gesellschaft Trier (DIG) stehen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Die DIG bezeichnet sich als "Freunde Israels in überparteilicher Zusammenarbeit, um in Solidarität mit dem Staat Israel und seiner Bevölkerung zu wirken".
Der Kulturverein, dessen Arbeitsgemeinschaft Trier seit 2003 besteht, setzt sich für eine Verbesserung und Festigung der menschlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ein. In den Leitsätzen des DIG heißt es dazu: "Dieser Austausch fördert die Bereitschaft, politische Verantwortung im Leben der menschlichen Gemeinschaft zu entwickeln, eine bessere und vertiefte Kenntnis vom anderen Volk, von seiner politischen und sozialen Lage, seinem Land, seiner Geschichte und seiner Kultur zu erwerben." Der DIG macht es sich zur Hauptaufgabe, die Pflege der deutsch-israelischen Beziehungen zu intensivieren und setzt sich für den Frieden im nahen Osten ein.
Daniel Fisher, stellvertretender Vorsitzender der DIG Trier, sagt im Gespräch mit dem TV: "Mit den Israelischen Kulturtagen zeigen wir, dass Israel wesentlich mehr zu bieten hat als die Meldungen über den Nahostkonflikt, die man unseren Medien täglich entnehmen kann."
Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe präsentiert die gemeinnützige Organisation einen Vortrag von Professor Michael Wolffsohn. 1947 in Tel Aviv geboren, ist Wolffsohn ein Experte auf dem Gebiet der Internationalen Politik und Neueren Geschichte. Er beschäftigt sich mit den deutsch-israelischen Beziehungen auf wirtschaftlicher, sicherheitspolitischer und geschichtlicher Ebene und war von 1981 bis 2012 Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München.
Das Thema seines Vortrags am Donnerstag, 27. Oktober, um 19 Uhr Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier ist "Frieden durch Föderalismus". Professor Wolffsohn schlägt dabei mehrere Konzepte für den Weltfrieden vor und spricht dabei die sogenannte Einstaatenlösung zwischen Palästina und Israel an.
dig-trier.deExtra

Donnerstag, 3. November: 18 Uhr: Vortrag "Pink Pride - Über Homosexualität in Israel" von Alex Feuerherdt, Volkshochschule, Domfreihof 1b, Raum 5, Trier. Sonntag, 6. November: 11 Uhr - 19:30 Uhr: Tagesseminar "Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt" von Jörg Rensmann und Michael Spaney, Teilnahme nach Anmeldung möglich. Samstag, 12. November: 19 Uhr: Konzert "Musik aus Israel" von Alex Jacobowitz im Kurfürstlichen Palais, Willy-Brandt-Platz 3, Trier. Montag, 14. November: 19 Uhr: Dokumentarfilm "Hummus!" von Oren Rosenfeld, Israel 2015, Volkshochschule, Domfreihof 1b, Raum 5, Trier. Mittwoch, 16. November: 19 Uhr: Spielfilm "90 Minuten - Bei Abpfiff Frieden" von Eyal Halfon, Israel / Deutschland 2015, Volkshochschule, Domfreihof 1b, Raum 5, Trier. Dienstag, 22. November: 19 Uhr: Seminar "Koscherer Weinbau in Israel und Deutschland" von Timna Shetrit, Maximilian von Kunow und Nik Weis, Teilnahme nach Anmeldung möglich. red

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