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Hochschule Trier will bei Luminale in Frankfurt mit interaktivem Kuppelbau für Furore sorgen

Hochschule Trier will bei Luminale in Frankfurt mit interaktivem Kuppelbau für Furore sorgen

Bei der "Luminale" in Frankfurt, die noch bis zum Wochenende läuft, sorgt der interaktive Kuppelbau "Geodesic Sound" für ein neues kollektives Licht- und Sounderlebnis: Die Hochschule Trier will die mit diesem Gesamtkunstwerk in Frankfurt für Furore sorgen. Der Trierische Volksfreund hatte wenige Tage vor der Ausstellungseröffnung Gelegenheit, sich die Kuppel einmal näher anzuschauen.

Trier. Noch steht die Kuppel im Kellergeschoss einer Halle auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen. Seit einigen Jahren besitzt die Hochschule Trier eines der Gebäude, das vorher von einer Landeseinrichtung genutzt wurde. Die Kuppel hat einen Durchmesser von vier Metern, ist rund und am Boden abgeflacht.
Sie besteht aus leichtem Polyäthylen, ist weiß-grau und besteht aus 70 sechs- und fünfeckigen Teilen. Ein wenig ähnelt sie einer der Radarkuppel. Auch in ihrem Inneren befindet sich hochentwickelte Technik.
Gesteuert wird das Klang- und Lichterlebnis über einen PC und mehrere Mikrocomputer. Zehn Sensorenpaare befinden sich innen an den Elementen. Sie senden wie Fledermäuse Ultraschallsignale aus, die auch sofort wieder empfangen werden. Damit wird der Abstand des Zuhörers erkannt und die Höhe des Tonsignals gesteuert.
Ich nähere mich der Kuppel - und sofort erscheint ein Kreis mit zehn strahlenförmig angeordneten Linien, an deren Ende sich jeweils ein kleiner Kreis befindet. Eines dieser Symbole ist blau. Die Kuppel habe mich erkannt, erklärt mir Professor Daniel Gilgen, der dieses Projekt initiiert hat. Jetzt höre ich auch ein paar Computerklänge, die sich in der Tonlage verändern, je näher ich der Kuppel komme. Gehe ich einen Schritt zurück, verändert sich auch der Ton. Jetzt will ich es wissen und greife mit ausgestrecktem Arm in die Richtung des benachbarten Sensorenpaares. Die Musik verändert sich wie bei einem Orchester, weitere Instrumente stimmen ein.
"Das volle Klang- und Lichterlebnis bekommt man nicht als Einzelperson", sagt Daniel Gilgen. Schließlich will man mit diesem Exponat Gruppen zum gemeinsamen Interagieren motivieren. Das spielerische Entdecken und die Kommunikation untereinander stehen im Fokus. Gemeinsam mit fremden Menschen entsteht ein einmaliges Klangerlebnis und Lichtfeuerwerk. Mit jedem Menschen, der sich an der Interaktion beteiligt, wird der Sound dichter. Es bedarf mindestens fünf Teilnehmer, damit die Kuppel in ihrer ganzen Fülle erklingt und zu pulsieren beginnt. Und das wird dann auch mit einer kompletten Farbveränderung der Kugel belohnt.
Eine gemeinsame Interaktion war auch der Bau der Kuppel. An dem Projekt waren die Fachbereiche Architektur, Informatik und Intermedia Design der Hochschule Trier beteiligt, unterstützt durch den Fachbereich Gestaltung.
Aller Voraussicht nach wird der Kuppelbau "Geodesic Sound" auch bei der Illuminale in Trier am 30. September zu sehen sein, wenn es heißt: "City Campus trifft Illuminale". Professor Daniel Gilgen freut sich bereits auf die beiden Ausstellungen: "Es wird spannend sein zu beobachten, wie die Menschen sich auf diese Technik einlassen werden."