HOCHSCHULE

Zur Berichterstattung über den umstrittenen Gastprofessor Martin van Creveld an der Universität Trier:

Martin van Creveld sollte an der Uni Trier für drei Monate lehren. Weil aber in seinem ersten Vortrag von ihm zu erwartende provokante Thesen vorkamen wie "Ohne Frauen, die sich verführen lassen, hätte es weder Kriege noch Kriegsspiele gegeben" oder "Viele Frauen genießen es, wenn Männer sich abschlachten", rief das die linken Meinungsspießer und Denkpolizisten des Allgemeinen Studierendenausschusses auf den Plan. "Frauenfeindlich, militaristisch, latent antiisraelisch, nicht zuletzt vulgärwissenschaftlich und methodisch primitiv" sei das, was der Gastprofessor verbreiten wolle, worauf man "erschrocken und wütend" sei. Unterzeichner des verlogenen Aufrufs zur Absetzung des Gastprofessors: Juso-Hochschulgruppe, Hochschulgruppe Linke Liste, Die Linke/SDS. Dass van Creveld viele Beispiele für seine Thesen bieten kann, etwa den großen Teil weiblicher Zuschauer bei Gladiatorenkämpfen, ist natürlich nicht erwähnenswert. Denn statt seine Thesen zu diskutieren oder zu kritisieren, wie es an einer Universität angebracht wäre, hetzt man, um ihn mundtot zu machen, und fordert seine fristlose Entlassung. Den wahren Grund ihrer heuchlerischen "Entrüstung" gaben die Meinungswächter übrigens auch bekannt: "Wir lehnen es ab, dass ein regelmäßig in der ,Jungen Freiheit\' - dem Zentralorgan der ,Neuen Rechten\' - publizierender Professor an unserer Universität mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz hofiert wird.” So sieht also linke Meinungsfreiheit aus. Ihm, der sich selbst einen israelischen Patrioten nennt, dann auch noch vorzuwerfen, er sei "latent antiisraelisch", ist schon mehr als absurd.Während des Vortrags protestierte übrigens niemand, aber in ihrem Kämmerlein am Laptop hetzen sie dann ganz mutig. Dass die Universitätsleitung sich von diesen paar Wichtigtuern, die für sich in Anspruch nehmen, was Meinungsfreiheit sei und was nicht, vorschreiben lässt, wem man einen Lehrauftrag erteilt, ist mehr als beschämend für die Uni. Sie hat sich damit jedenfalls als seriöse Lehranstalt diskreditiert. Lina Kleefeld, Trier