Hochwasser an der Mosel – Pegel fallen langsam wieder

Kostenpflichtiger Inhalt: Wetter : Hochwasser an der Mosel – Pegel fallen langsam wieder (Update/Fotos)

Gesperrte Straßen und Radwege, vom Wasser eingeschlossene Autofahrer – erhöhte Pegelstände haben in den vergangenen Tagen zu Überflutungen geführt. Ein 23-Jähriger musste von dem Dach seines Autos gerettet werden. So sieht die Prognose für die nächsten Tage aus.

Nach dem anhaltenden Regen der vergangenen Tage und enormer Regenmengen in Frankreich führt die Mosel derzeit Hochwasser. Am Sonntagabend lag der Höchststand des Pegels in Trier bei 6,63 Meter. Seither sinkt das Wasser wieder leicht. Die Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz in Mainz rechnet damit, dass der Pegel in Trier im Laufe der Nacht zum Dienstag wieder unter sechs Meter fallen wird.

Die Wetterlage führte zu einigen Sperrungen von Ufer- und Radwegen entlang der Mosel, die überschwemmt wurden. Auch die B 53 zwischen dem Kreisverkehr Zeltinger Brücke und Kinheim, sowie die K 134 zwischen Kesten und Lieser waren am Montag noch voll gesperrt.

In Enkirch wurde die Unterführung der L 192, die unter der B 53 durchführt, vom Hochwasser überflutet. Ein 23-jähriger Mann, der sich nicht auskannte, hatte sich zu sehr auf sein Navigationssystem verlassen und fuhr mit seinem Auto in die Überflutung und blieb stecken. Er stieg auf sein Fahrzeugdach und setzte von dort aus den Notruf ab. Gegen 22.10 Uhr rückte schließlich die Feuerwehr mit der Polizei an und rettete den Mann aus seiner misslichen Lage. Das Auto wurde in Sicherheit gebracht.

Auf dem großen Uferparkplatz in Bernkastel-Kues wurden am frühen Sonntagabend bereits die Menschen dazu aufgefordert, ihre Autos an der Mosel umzuparken, da das Wasser zügig anstieg. Ein belgischer Autofahrer kam allerdings zu spät – sein Auto wurde vom Wasser umschlossen. Er hatte jedoch Glück: Das Hochwasser stand noch nicht zu hoch und der Mann konnte sein Auto noch schnell genug unbeschädigt in Sicherheit bringen. In Lieser rückte die Feuerwehr aus, um den Hochwasserschutz zu errichten und das dortige Schutztor zu schließen. Die Arbeiten am späten Sonntagabend dauerten mehrere Stunden an. Die Lieser war laut Stephan Christ, Wehrleiter der Feuerwehr Wittlich-Land, nicht vom Hochwasser betroffen. Weitere Feuerwehreinsätze habe es auch nicht gegeben.

Die Prognose für die kommenden Tage sieht gut aus. Laut Stefan Stoeckel, Leiter des Fachgebiets Schifffahrt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn (WSA) in Trier, ist die Spitze des Wasserstandes erreicht und soll ab Mittwoch, 18. Dezember, wieder langsam abflachen. „Eine Einschränkung der Schifffahrt hatten wir nicht. Der höchste schiffbare Wasserstand ist in Trier erst bei 6,95 Metern erreicht und heute am Montag haben wir aktuell 6,20 Meter.“