Hohe Auszeichnung für Trierer Winzer

Hohe Auszeichnung für Trierer Winzer

Mit Herzblut für den heimischen Wein: Das Deutsche Weininstitut hat Adolf Schmitt ausgezeichnet. Für seinen langen ehrenamtlichen Einsatz für den Weinbau an Mosel, Saar und Ruwer wurde der Geschäftsführer der Trierer Saar-Mosel Winzersekt GmbH, geborener Konzer, zum Ehrenmitglied des Deutschen Weinbauverbands ernannt.

Konz-Filzen/Trier. Adolf Schmitt und guter Wein gehören zusammen. Mindestens 46 Jahre seines Lebens hat der 68-Jährige den edlen Tropfen gewidmet.

Vom einfachen Saarwinzer zum erfolgreichen Hersteller des Qualitäts-Sekts und zum international bekannten und geschätzten Weinexperten: Das Ehrenmitglied des Deutschen Weinbauverbands kann auf eine lange Karriere im Weinbau zurückblicken.

"Mein Erfolgsrezept ist, dass ich mich über das Allgemeine hinaus engagiere", erzählt der gebürtige Konzer.

Er habe in seinem Leben nicht gefragt, was ihm die neue Herausforderung bringe: "Der Mensch steht und fällt mit der Aufgabe."

Dabei weiß der muntere Mann mit der Brille genau, was einen guten Winzer auszeichnet: "Er muss tüchtig sein, sein Geschäft mit Herzblut machen, aber auch bereit sein, sich für andere Kollegen einzusetzen und das Fachwissen weiter zu geben", sagt Schmitt. Und das hat der Weinexperte auch zu bieten.

Nicht umsonst gilt er unter den Freunden und Kollegen als Experte für den Prädikatswein. 2004 bekam er den Ehrentitel "Ökonomierat" für sein Engagement im Weinbau.

Die Zeit von 1985 bis 2009 als Präsident des Weinbauverbandes Mosel ist bei Schmitt mit den schönsten Erlebnissen seines Lebens verbunden: Dazu gehören die Durchsetzung der Qualitäts-Standards, die Zulassung des Rotweinanbaus im Bundesland, die Herstellung des Winzersekts aus dem guten heimischen Wein und die Weinvermarktung ins Ausland.

Schmitt sorgte dafür, dass der Riesling als Weinsorte weltweit bekannt wurde. "Der Kontakt mit den Kunden macht mir am meisten Spaß", schmunzelt der Rentner.

Auch Singapur Airlines schenkt Moselwein aus

Im Rüttelkeller der Saar-Mosel-Winzersekt GmbH kontrolliert Geschäftsführer Adolf Schmitt die Konzentration der Hefe in den Sektflaschen. TV-Foto: Irina Figut.



Seit fast 20 Jahren ist Schmitt ehrenamtlicher Vorsitzender der Gebietsweinwerbung. Er ist stolz auf seine guten Geschäftskontakte nach Asien: Selbst an Bord der Singapur Airlines wird der Moselwein wie selbstverständlich serviert. Doch es gibt auch Enttäuschungen: "Der Sekt in Deutschland wird immer noch zu 90 Prozent aus Importwein produziert. Dabei gehen die Verbraucher davon aus, dass es deutscher Wein ist." Trotz der guten Qualität heimischer Weine würden sie nicht so viel konsumiert, bedauert Adolf Schmitt. "Deutschland ist leider kein richtiges Weingenussland."

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