Hohe Nachfrage, kaum Leerstand

Hohe Nachfrage, kaum Leerstand

Die Gesellschafter der Wohungsbaugesellschaft gbt haben sich getroffen. Mit der Bilanz ist der Vorstand zwar zufrieden, dennoch sieht er Probleme.

TRIER (sebi) Die Geschäfte laufen gut für die Trierer Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt). "Wir haben fast keinen Leerstand" verkündet die gbt auf ihrer Hauptversammlung. In einer nur knapp zehnminütigen Sitzung hat die Gesellschaft den Vorstand entlastet, Auszahlungen an die Aktionäre genehmigt sowie den Aufsichtsrat neu gewählt.
Eine Leerstandsquote von 1,78 Prozent belegt die hohe Nachfrage nach Immobilien im Raum Trier. Um diesen Stand zu halten, hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr fast sechs Millionen Euro für Instandhaltungsmaßnahmen aufgebracht. Während sich die Marktlage für die Bauträger weiter positiv entwickelt, besteht in Trier ein Mangel für Wohnungssuchende. "Gerade im Segment bezahlbarer Wohnraum gibt es nach wie vor hohen Bedarf", betont Vorstand Stefan Ahrling.
Es bestünden über 750 Nachfragen, die aktuell nicht bedient werden können. Der größte Mangel liege bei klassischen Zwei- bis Drei-zimmerwohnungen im Bereich von 60 bis 80 Quadratmetern. Bei Studierendenwohnungen gibt es aktuell kein Problem, gibt Ahrling für das kommende Wintersemester Entwarnung. Auch die Unterbringung von Flüchtlingen im städtischen Raum spielt für die gbt trotz der mittlerweile entspannteren Lage noch eine Rolle. "Wir prüfen aktuell mehrere Projekte zur Flüchtlingsunterbringung und zum sozialen Wohnungsbau", sagt Stefan Ahrling gegenüber dem Trierischen Volksfreund.
Beim Großprojekt "Domizil an den Thermen" in der Stadt hat die gbt mittlerweile alle Wohnungen verkauft. Für einige der vier Gewerbeflächen werden jedoch noch Mieter gesucht. In Kooperation mit den Stadtwerken Trier wird das Projekt gemeinsam realisiert. Neben der Provinzial Versicherung (61,48 Prozent) ist die Stadt Trier mit 37,64 Prozent zweitgrößter Aktionär der Gesellschaft.

Mehr von Volksfreund