Hommage an die Stars der Soulmusik

Trier · Sänger mit starken Soulstimmen, der Sound von Trompeten und Saxofonen und eine farbenfrohe Show, das sind die Rezepte für die Sweet Soul Music Revue. 400 Besucher in der Europahalle haben einen unterhaltsamen Abend verbracht.

 Lerato Sebele hat nicht nur eine gewisse Ähnlichkeit mit Aretha Franklin, sondern auch eine ebenso starke Soulstimme. Axel Welter begleitet sie mit dem Saxofon. TV-Foto: Daniel John

Lerato Sebele hat nicht nur eine gewisse Ähnlichkeit mit Aretha Franklin, sondern auch eine ebenso starke Soulstimme. Axel Welter begleitet sie mit dem Saxofon. TV-Foto: Daniel John

Trier. Aretha Franklin, Ray Charles, James Brown, Sam Cooke und viele andere - die Lieder der Stars des Soul stehen im Mittelpunkt der Sweet Soul Music Revue. Die etwa 400 Gäste in der Trierer Europahalle erleben eine opulente mehr als dreistündige Show mit einer Liveband unter Leitung des Produzenten Klaus Gassmann, vielen Sängern und Instrumentalsolisten und fast 40 bekannten Titeln.
Neben der Unterhaltung verfolgt die Revue noch ein weiteres Ziel: Sie versteht sich laut Programmheft als "Hommage an die Heroen der Soul-Bewegung". Denn Soul ist historisch mehr als nur ein Musikstil und eng verbunden mit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Rassentrennung auch in der Musik, das ist heute kaum noch vorstellbar, und so überwiegt in der Show jedoch die Lebensfreude, die die beschwingten Melodien vermitteln.
Das Publikum ist bunt gemischt, von unter 30 bis über 70 Jahren. Für viele ist es die Erinnerung an die Musik ihrer Jugend. "Bei mir gibt es nur Soul!", sagt Elke Homann (56) aus Gerolstein. Sie ist dabei fast ein wenig "wehmütig, weil man merkt, wie die Zeit vergeht". Die Liebe zum Soul jedoch hat sie an ihre Tochter Svenja (24) weitergegeben, auch die erklärt sich "ganz Feuer und Flamme". Und beide zeigen sich begeistert von der Show und den Stimmen der Sänger. Die kommen ihren Vorbildern teilweise auch optisch recht nahe: Lerato Sebele mit ihrer schwarzen Lockenmähne hat durchaus etwas von Aretha Franklin ("Respect", "Think"), und Marites Dabasol Smith ist ein ebenso temeperamentvolles Energiebündel wie Tina Turner, deren Hits - darunter "River Deep, Mountain High" und "Proud Mary" - sie präsentiert.
Allein die Vielzahl der Künstler sorgt dafür, dass Abwechslung garantiert ist und der Abend lang, aber nie langweilig wird. Neben den Solokünstlern treten auch Bands auf, etwa mit den Titeln der Temptations wie "My Girl" oder "Just My Imagination". Dazu kommen einige Showeinlagen sowie Soloauftritte von Trompetern und Saxofonisten.
Das Publikum hält es dabei nicht lange auf den Sitzen, um mitzuswingen, zu klatschen und zu tanzen. Zum Schluss gibt es begeisterten Applaus. Auch Matthew Moses - aus Detroit stammender Trierer, der die Musik natürlich aus seiner Heimat kennt - lobt die authentische Darbietung: "Einwandfrei!"

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