Hundehaufen können teuer werden

Hundehaufen können teuer werden

Immer mehr Trierer beschweren sich über frei laufende Hunde und deren Hinterlassenschaften. Die Rechtslage ist klar: Wer seinen Hund im Wohngebiet nicht anleint oder den Hundekot nicht beseitigt, kann ein Bußgeld aufgebrummt bekommen.

Trier. (red/cus) Ob Trimmelter Hof, Trier-Mitte/Gartenfeld oder Neu-Heiligkreuz/Altbachtal: Hundekot auf Gehwegen, Straßen und in Vorgärten gilt auch in Trier als Dauerärgernis für Anwohner und Passanten.

"Für uns ist es eine schwierige Angelegenheit, mit nur einer Streife für das gesamte Stadtgebiet und einer Vielzahl von Zuständigkeiten die Hundehalter auf frischer Tat zu ertappen", sagt Roman Schmitz, Leiter des Kommunalen Vollzugsdiensts der Stadt Trier.

Mancher Bürger versucht dem Missstand durch Eigeninitiative entgegenzuwirken, indem er an die Hundehalter appelliert.

So finden sich in Wohngebieten Schilder mit drastischen Aufschriften wie: "Neulich war das Kind einer Bekannten im Krankenhaus, weil es einen Hundebandwurm in der Lunge hatte."

Laut Gefahrenabwehrverordnung sind Hundebesitzer dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner als Abfall zu entsorgen. Zudem müssen Hunde innerhalb bebauter Ortslagen auf allen öffentlichen Straßen, Gehwegen, Plätzen, Park- und Grünanlagen angeleint werden.

Außerhalb von Wohngebieten dürfen Hunde grundsätzlich frei laufen. Sie müssen allerdings auch dort an die Leine, sobald sich Personen nähern. Kinderspielplätze, Brunnen und Weiher sind für Hunde tabu. Wer als Besitzer negativ auffällt, wird zunächst mündlich verwarnt. Mehrfache Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Trotz der klaren Regel sind viele Grünflächen und Fußwege in Trier regelmäßig von "Tretminen" übersät. In der Innenstadt müssen die Mitarbeiter der Stadtreinigung, in öffentlichen Grünanlagen die Mitarbeiter des Grünflächenamts die Haufen wegräumen.

Seit dem Jahr 2007 stehen an einigen Hauptzugangswegen zur Innenstadt Hundekot-Tütenspender, die für mehr Sauberkeit auf den Straßen sorgen sollen. Laut Verwaltung hat das jedoch keinen messbaren Erfolg gebracht.

Die Erfahrung des Vollzugsdiensts: "Verantwortungsbewusste Hundehalter führen meist eigene Tüten für die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde mit."