Hurra, das Sommerfest ist wieder da
Hoppla - das FH-Sommerfest ist umgezogen. Es heißt jetzt FH-Uni-Theofak-Sommerfest und wird von den drei Trierer Astas organisiert. Herausgekommen ist ein buntes Live-Bühnen- und Dancefloor-Spektakel auf dem Messeparkgelände.
Trier. Die Trierer Fachhochschüler haben sich etwas getraut. Weil das berühmte FH-Sommerfest nicht mehr auf dem Fachhochschulgelände stattfinden darf, haben sie sich kurzentschlossen mit der Uni und der Theologischen Fakultät zusammengetan und ihr traditionelles Fest im Messepark steigen lassen. Mit im Boot der Produktion e. V. unter der Leitung von Peter Stablo. Der Abend begann recht mager, was die Besucherzahlen anging. Das änderte sich ab etwa 22 Uhr - von da an strömten die Besucher auf das Gelände, um bei Live-Bands im Open-Air-Bereich und auf drei Dancefloors in der Halle abzufeiern. Die 3000 Besucher reichten zwar lange nicht an die Rekordzahlen vom letzten FH-Sommerfest mit 13 000 Besuchern heran, der tollen Stimmung und der Tanzwütigkeit der Gäste tat das jedoch keinen Abbruch. Auf zwei Live-Bühnen heizten die Bands Spy Kowlik, Begood, GoneZoo und Waste of Time ein. Im Inneren der Messeparkhalle sorgten DJs auf drei Dancefloors für "flotte Sohlen" auf dem Tanzparkett. Mit 14 Bier- und Speiseständen war auch für das leibliche Wohl der Nachtschwärmer gesorgt.Obwohl im letzten Jahr beim FH-Sommerfest die Studentin Tanja Gräff spurlos verschwand, war den Organisatoren die Fortführung ihrer Fest-Tradition wichtig. Uni-Astasprecher Florian Krause sagt: "Allen ist sehr bewusst, dass Tanja letztes Jahr verschwunden ist. Das Fest ist auch ein Zeichen, dass wir weiter an sie denken und sich vielleicht doch noch jemand an die Vorkommnisse erinnert. Wir haben deshalb an jedem Stand Plakate aufgehängt." Die Studenten vergessen das Mädchen nicht, finden aber schade, dass das Fest nicht mehr auf dem FH-Gelände stattfinden kann. "Dort ist es zwar enger, aber viel gemütlicher", sagt Uni-Studentin Katharina Faoro. Das Sommerfest soll zudem ein Statement für das "Eins-sein" der Studentenschaft sein. Peter Stablo, Geschäftsführer des Produktion e. V., sagt: "Hinter dem Sommerfest steckt die Idee, in Trier das Bewusstsein der Studis und Trierer zu schärfen, dass Trier eine Hochschulstadt ist." Immerhin seien 20 Prozent der Einwohner Studenten. Ob der Wunsch der Veranstalter, das berühmte Fest abwechselnd an FH und Uni stattfinden zu lassen, in Erfüllung geht, wird sich nächstes Jahr zeigen, wenn es wieder heißt: Hurra, das Sommerfest ist wieder da.