"Ich bin dann mal weg"

Und nun studiert er Geschichte: Der Bitburger Polizei-Chef und ehemaliger Trierer SPD-Fraktionschef Friedel Jaeger freut sich auf den Ruhestand, in den er gestern offiziell im Rahmen einer Feierstunde verabschiedet wurde.

Bitburg/Trier. (scho) Grün war die Farbe der Stunde: Rund 70 Polizisten würdigten gestern in einer Feierstunde die Arbeit von Polizei-Chef Friedel Jaeger, der im Alter von 63 Jahren nach acht Jahren an der Spitze der Bitburger Inspektion in den Ruhestand geht. Auch Polizei-Kollegen aus Luxemburg, Vertreter der amerikanischen Streitkräfte sowie Kommunalpolitiker waren vor Ort. Der stellvertretende Polizeipräsident des Trierer Präsidiums, Jürgen Schmitt, würdigte die Arbeit von Jaeger und stellte seinen Nachfolger, den 47-jährigen Dietmar Braun, vor. Jaeger selbst dankte seinen Kollegen und schloss seine Ansprache mit den Worten: "Ich bin dann mal weg".

Dem TV stand er vor dem Umtrunk Rede und Antwort:

Was ist das Ereignis aus Ihrer Dienstzeit, das Sie mit Gewissheit nie vergessen werden?

Friedel Jaeger: Den 11. September 2001 wegen seiner Auswirkungen auf die Sicherheitssituation der in unserem Bezirk stationierten amerikanischen Streitkräfte. Da war unsere Inspektion besonders gefordert.

Warum sind Sie Polizist geworden?

Jaeger: Man hat mit Menschen zu tun. Das war für mich ausschlaggebend und die abwechslungsreichen Aufgaben.

Warauf freuen Sie sich besonders, wenn nun Ihr Ruhestand beginnt?



Jaeger:
Zeit zu haben, persönlichen Interessen mehr nachgehen zu können als bisher. Ich studiere seit dem Wintersemester Geschichte an der Universität in Trier und möchte auch meine Sprachkenntnisse auffrischen. Und reisen möchte ich mit meiner Frau. Nächstes Jahr geht es nach China.