"Ich habe viel gelernt und werde euch vermissen"

Sängerinnen und Sänger des Morscheider St. Martin Kirchenchores verabschiedeten bei der Weihnachtsfeier ihre langjährige Leiterin, Daniela Becker. Aus beruflichen Gründen legt die 27-jährige ihr Amt zum Jahresende nieder.

Pfarrer Rainer Justen, die Vorsitzende des Kirchenchores Marlene Mertes und der Vorsitzende des Morscheider Pfarrgemeinderates, Alfons Grün, verabschieden ihre langjährige Chorleiterin Daniela Becker. TV-Foto: Anja Faith

Morscheid. (anf) Nach einem erfolgreichen Lehramtsstudium ist Daniela Becker nun Gymnasiallehrerin in Trier und verbringt ihre Nachmittage seither mit Unterrichtsvorbereitungen und dem Korrigieren von Klausuren. Viel Freizeit bleibt da nicht mehr. "Es fällt mir schon schwer, dass Ganze hier aufzugeben, aber ein bisschen fühle ich mich auch erleichtert", sagt die Chorleiterin. Die 27-jährige hat nicht nur vor zehn Jahren die Leitung des St. Martin Kirchenchores übernommen, sondern 2002 auch den mittlerweile 23 Grundschüler zählenden Kinderchor wieder ins Leben gerufen. "Mir ist sehr daran gelegen, dass es sowohl mit dem Kirchenchor, als auch mit dem Kinderchor weiterläuft. Ich fand es immer sehr wichtig, schon den Kleinsten Musik und Singen näher zu bringen", berichtet die Lehrerin, die neben Klavier auch noch Orgel und Querflöte spielt. "Ich habe bei meiner Tätigkeit als Chorleiterin viel gelernt, man wächst ja auch mit einer solchen Aufgabe."Marlene Mertes zeigt Verständnis für die Entscheidung: "Ich kann verstehen, dass ihr ihre berufliche Zukunft vorgeht", so die Vorsitzende des Chores. "Trotzdem war es ein echter Schock, als sie mir sagte, dass sie aufhört. Wir waren alle sehr zufrieden ihr, sie hat öfter mal als "besonderes Bonbon" moderne Lieder mit uns einstudiert, woran wir immer sehr Freude hatten".Auch der erste Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Alfons Grün, sowie Pfarrer Rainer Justen nahmen Abschied. Justen wünscht sich für den Morscheider Kirchenchor, dass die Arbeit von Daniela Becker "musikalische Früchte" trägt, und der Chor noch lange bestehen möge.Daniela Becker lobte in ihrer Dankesrede die Chormitglieder für ihre Offenheit, und glaubt bestimmt, dass sie die Leute auch vermissen wird. "Doch in der ersten Zeit möchte ich jetzt einfach mal die Ruhe genießen.