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"Ich trage zu sauberen Gewässern bei"

"Ich trage zu sauberen Gewässern bei"

Wolfgang Peters ist Mitarbeiter im Labor bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Seine Arbeit führt den 50-Jährigen zu den Kläranlagen Triers und der Umgebung. Hier kontrolliert er für seine Behörde die Wasserqualität. Eine Arbeit zwischen Routine und abwechslungsreichen Begegnungen.

Für meine Arbeit bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) muss ich morgens nur kurz ins Büro. Dort schaue ich auf den Dienstplan, welche Kontrollen für den Tag vorgesehen sind und ob vielleicht eine dringende Störung vorliegt. Dann geht es los zum Einsatz im Außendienst. Seit achtzehn Jahren ist es als sogenannter Ver- und Entsorger meine Aufgabe, Kläranlagen und Gewässer zu kontrollieren. Damit soll die sogenannte Abwasser-Gewässergüte gewährleistet werden. Das heißt, ich überprüfe, ob die Kläranlagen bei der Reinigung des Abwassers alle genehmigten Werte einhalten.
Kurze Zeit nach meiner Ankunft im Büro, fahren ein Kollege und ich zusammen los. Die Kläranlagen besuchen wir unangemeldet. Weil wir Schlüssel für alle Anlagen in unserem Gebiet haben, ist es auch nicht schlimm, wenn kein Mitarbeiter vor Ort ist. Nach der Ankunft geht einer von uns über die ganze Anlage um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Dabei schaue ich auch in die Betriebstagebücher der Anlage und kann so erkennen, wie gut die Eigenkontrolle der Betreiber funktioniert. Außerdem führe ich an verschiedenen Stellen Messungen durch.
Kleines Labor im Wagen


Dann werden Proben genommen. Dazu gibt es eine festgelegte Kontrollstelle, wo das gereinigte Wasser wieder von der Kläranlage abläuft. Hier schöpfe ich mehrmals Wasserproben ab. Allerdings muss ich zwischen dem Schöpfen auch immer ein paar Minuten warten, so dass die Probe ein ordentliches Mischverhältnis hat. In unserem Wagen haben wir ein eigenes kleines Labor. Hier kann ich erste Messungen vornehmen. Außerdem fülle ich die Wasserproben ab und konserviere sie. Diese kommen später in das Labor unserer Regionalstelle und werden dort auf bestimmte chemische Inhaltsstoffe untersucht.
Wenn ich mit der Probennahme fertig bin, schreibe ich ein Protokoll über den Besuch. Falls mir etwas aufgefallen ist, spreche ich auch noch mit den Mitarbeitern auf der Kläranlage. Außerdem erhalten auch sie eine Probe von dem Wasser, das ich abgeschöpft habe. Nach so vielen Jahren in dem Beruf kennt man die meisten Mitarbeiter natürlich auch. Gerade durch die vielen Begegnungen mit ihnen ist meine Arbeit sehr abwechslungsreich. Die Kontrollen selbst und die Analysen im Labor dagegen laufen sehr routiniert und nach genormten Verfahren ab. Das müssen sie auch, weil die Analysenwerte der chemischen Untersuchungen im Zweifel auch im Fall eines Gerichtsverfahrens Bestand haben müssen
Unser Besuch auf einer Kläranlage dauert etwa anderthalb Stunden. Danach geht es weiter zur nächsten Anlage.
Aufgezeichnet von Lena Krämer
Extra

Das Amt: Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord Aufgaben: Arbeitsschutz, Immissionsschutz, Chemikalienrecht, Strahlen- und Verbraucherschutz, Wasserwirtschaft, Fischereiwesen, Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Raumordnung, Landesplanung, Naturschutz, Bauwesen, Entschädigung, Enteignung Leiter: Präsident Dr. Ulrich Kleemann Zahl der Mitarbeiter insgesamt: 412 Mitarbeiter, davon 69 am Dienstort Trier Zentrale Aufgaben: Gewerbeaufsicht, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Raumordnung, Naturschutz, Bauwesen Das Amt gibt es seit: 1.1.2000 Hauptsitz: Koblenz Regionalstellen: Trier, Montabaur und Idar-Oberstein Zuständigkeitsbereiche: Städte Koblenz und Trier, Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Cochem-Zell, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Lahn-Kreis, Rhein-Hunsrück-Kreis, Trier-Saarburg, Vulkaneifel, Westerwaldkreis Meine Abteilung: Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz Trier Meine Aufgaben: Kontrolle der Kläranlagen, Kontrolle von Gewässern Zuständigkeitsbereich: Landkreise Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel sowie die kreisfreie Stadt Trier. Ansprechpartner für: Kommunen, Unternehmen Wörter aus meinem Berufsalltag: "Erlaubnisbescheid" (Erlaubnis) "Tagesmischproben" (Wasserproben eines Tages, zu verschiedenen Zeitpunkten genommen) "Abwasserabgabengesetz" (regelt die Abgaben für das Einleiten von Abwässern ins Wasser) Präsident Dr. Ulrich Kleemann: Durch unsere Arbeit in der Regionalstelle Trier leisten wir einen wichtigen Beitrag für das Leben in einer gesunden Umwelt. Mithilfe des Gewässergütewagens können wir zum Beispiel bei Unfällen schnell vor Ort sein und Untersuchungen einleiten. lekr