Idealisten im Großeinsatz

TRIER-IRSCH. In Grüppchen stehen sie draußen vor dem Haus, unterhalten sich und lachen. Eine schöne Tafel weist auf den Namen hin: "Winfried-Heidrich-Haus". Hier lassen die Malteser Trier-Irsch das vergangene Jahr Revue passieren, blicken auf Großeinsätze zurück.

Vor allem zwei große Ereignisse waren es, die das Jahr 2006 für die Malteser in Trier-Irsch besonders geprägt haben: Die Fußball-WM, aber auch das Konzert der Teenie-Band "Tokio Hotel", das zu Dutzenden kollabierten Jugendlichen, vor allem Mädchen, geführt hatte. "Bald kommen sie ja wieder. Ich wünschte, man würde den Eltern und Jugendlichen im Vorfeld Verhaltensregeln mitgeben", meinte Dirk Fahrland, der Geschäftsführer der Irscher Malteser. "Viele der Kinder und Jugendlichen haben viel zu wenig gegessen und getrunken." Bei der WM waren an fünf Tagen jeweils 65 Helfer der Trierer Malteser in Kaiserslautern. "Wenn man jeweils über zwölf Stunden im Einsatz ist, stößt man an die Grenzen einer ehrenamtlichen Gliederung", stellte Manfred Schiffer, der Ortsbeauftragte der Gliederung der Malteser fest. Gemeinsam mit Dirk Fahrland und dem Irscher Zugführer Werner Lamberty bedankte er sich bei allen Helfern. Gäste aus anderen Gliederungen, aber auch Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch sowie Mitglieder des Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe und der Berufsfeuerwehr waren bei der Jahresabschlussveranstaltung der Irscher Malteser zu Gast. Gemeinsam mit den Maltesern und dem Roten Kreuz werden nun auch die Johanniter bei der "Arbeitsgemeinschaft Trierer Sanitätsdienste" mitmachen. Neu ist auch eine veränderte Struktur im Führungskreis der Malteser: Aufgabenbereiche und Zuständigkeiten wurden klar abgegrenzt. Vieles war im vergangenen Jahr bemerkenswert: Etwa die Schauübung "Busunfall" der Sondereinsatzgruppe (SEG) Sanität bei der Veranstaltung "100 Jahre Rettungsdienst", die Vollverpflegung von 120 Jugendlichen beim Euro-Sport-Camp durch die SEG. Auch in diesem Jahr wurde die polnische Partnergliederung Tarnow tatkräftig unterstützt: Bei der Fußwallfahrt von Tarnow nach Czenstochowa. "Das macht immer sehr viel Spaß", sagt Dirk Fahrland. "Daher lerne ich gerade Polnisch." Durch einen Zufall kam er als Jugendlicher zu den Maltesern, seitdem ist er mit viel Engagement gemeinsam mit zahlreichen weiteren Ehrenamtlichen dabei - etwa bei Großveranstaltungen und Bränden im Raum Trier, aber auch bei der sorgfältigen Aufarbeitung angekaufter älterer Rettungsfahrzeuge.