Ideen für Gleichaltrige

Selbst aktiv werden ist Ziel eines Projekttags des Palais e. V. gewesen. Mit kreativen Ideen sollen Jugendliche etwas für ihre Altersgenossen tun. Ergebnis: Sie wollen Hip Hop tanzen und Graffiti sprühen.

Trier. "Streetdance und Graffitisprühen, das interessiert uns", sagt Lea Biewer aus der achten Klasse der St.-Maximin-Hauptschule in Trier. Mit acht Mitschülern überlegt sie einen ganzen Tag lang, womit sie ihre Altersgenossen begeistern könnte. Es ist eine Ideenwerkstatt im Rahmen der Initiative "Think Big" unter der Schirmherrschaft der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der Telefónica Germany. Ziel ist es, Jugendliche anzuregen, selbst Ideen zu entwickeln, um das Leben in der eigenen Stadt zu verbessern. In Trier hat die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Palais e. V. die Leitung des Projekts übernommen.
Am Ende der Ideenwerkstatt steht fest: Es soll einen Tanz- und einen Graffitiworkshop geben. "Jazz- und Streetdance, aber auch Hip Hop sind Tanzrichtungen, die Jugendliche ansprechen", sagt Lea Biewer (15). Jugendliche sollen in dem Workshop selbst ausprobieren, welcher Tanzstil zu ihnen passt. Zudem möchten sich die Schüler professionelle Unterstützung von Choreografen und Tanzlehrern holen.
Weil sie finden, dass in Trier mehr Schmierereien als schöne Graffitis zu sehen seien, brachte die Schüler auf die Idee zu ihrem zweiten Workshop: das Graffitisprühen. "Mit dem Graffitiworkshop möchten wir dazu beitragen, dass in Trier künftig mehr schöne Graffiti zu sehen sind - natürlich auf legalen Stellen", sagt Sebastian Schons (15), der sich auch gerne selbst im Graffitisprühen üben möchte. Für den Workshop planen die Jugendlichen, Sprayer aus Trier mit ins Boot zu holen. "Die sollen uns zeigen, wie das geht, und nach dem Workshop möchten wir uns wöchentlich treffen und das üben. Falls wir Flächen von der Stadt gestellt bekommen", sagt der Achtklässler. Die Schüler sind davon überzeugt, dass in Trier zahlreiche Industriehallen brachliegen, die sie als Leinwand für ihre Graffiti nutzen könnten.
Die Initiative fördert jeden Workshop mit einer Summe von 400 Euro.