IGS-Sanierung verschiebt sich abermals

IGS-Sanierung verschiebt sich abermals

Eigentlich sollte der Ersatzbau, in den ein Teil der Schüler während der Sanierung der Integrierten Gesamtschule einziehen soll, zum neuen Schuljahr stehen. Doch der Bau verschiebt sich auf nächstes Jahr - und wird teurer als geplant.

Trier. Bis auf die Uhrzeit war die Eröffnung des Interimsgebäudes, das auf dem Schulgelände der IGS am Wolfsberg entstehen soll, angekündigt: 23. Dezember, 17 Uhr. "Doch daraus wird leider nichts - was mir wirklich sehr leidtut", sagt Triers Baudezernent Andreas Ludwig. Neuer Einzugstermin soll im März sein - voraussichtlich (siehe Extra).

"Dir Firma, die von uns den Auftrag zum Bau des Holzrahmengebäudes hat, baut derzeit drei solcher Schulen gleichzeitig - und kommt leider mit der Arbeit nicht hinterher", berichtete Ludwig bei einem Pressegespräch. An der Seriosität und Leistungsfähigkeit der "bodenständigen Firma aus dem Hochwald" hab er keinen Zweifel, "aber mehr als schaffen können auch die nicht."

Der Interimsschulbau mit rund 25 Räumen wird allerdings nicht nur später bezugsfertig, sondern auch teurer als geplant. "Auf unsere Ausschreibung der Bauarbeiten im Frühjahr haben wir nur teurere Angebote als von uns zunächst geschätzt erhalten", sagt Ludwig. Das liege vor allem an der gestiegenen Nachfrage im Holzrahmenbau. Viele Kommunen errichten in dieser Bauart zurzeit zum Beispiel Unterkünfte für Asylsuchende - was zu einem angespannten Markt und entsprechenden Preissteigerungen geführt hat. Statt knapp 4,5 Millionen Euro soll der Schulbau auf dem Wolfsberg nun knapp fünf Millionen Euro kosten.

Aufgestellt werden soll die Mobischu - die Abkürzung steht für mobile Schule - ab Oktober. Ist der schlüsselfertige Bau bezugsfähig, ziehen die IGS-Klassen dorthin um. Anschließend werden die beiden Hauptgebäude der IGS - die ehemalige Hauptschule und die Ex-Realschule - saniert und zu einem Komplex verbunden. Unter anderem wird dabei der Innenhof mit einem großen Glasdach überspannt.
Diese umfassende Sanierung soll im August 2019 abgeschlossen sein. Anschließend ziehen die IGS-Klassen aus dem Holz-Interimsgebäude ins Hauptgebäude zurück.

Dann folgt, was der Mobischu ihren Namen gibt. Der Bau wird umgesetzt nach Trier-West, in den Bering der ehemaligen Gneisenaukaserne, der in ein neues Wohnquartier verwandelt werden soll.
Dort wird das Gebäude zur neuen, dauerhaften Grundschule, in der die Grundschulen Reichertsberg und Pallien zusammengelegt werden (der TV berichtete mehrfach). "Dieses Umsetzen der Mobischu nach Trier-West ist in den fünf Millionen Euro Gesamtkosten schon enthalten", verspricht Baudezernent Ludwig.Extra

Der neue Zeitplan: Anfang Oktober: Start der Montage der Holzbauteile für die Mobischu auf dem Wolfsberg Mitte November: Gebäudehülle steht, inklusive Fenster Ende Dezember: Rohbau abgeschlossen Bis Anfang März 2017: Innenausbau, Abnahme, Grundreinigung, Übergabe. Ende März: Umzug der IGS-Klassen in den Interimsbau woc